Bimodale Polysiloxannetzwerke - Ursprung der Selbstverstärkung in bimodalen PDMS-Netzwerken
von T. L. Smith, B. Haidar u. J. L. Hedrick
Bimodale, d. h. aus kurz- und langkettigen Fraktionen aufgebaute Polydimethylsiloxan-Netzwerke weisen bei einem Gehalt von 30-40 % an kurzkettigen Molekülen Höchstwerte für die Weiterreißenergie und die Spannungsrelaxationsgeschwindigkeit auf. Die Lage dieses Maximums entspricht der Zusammensetzung, für welche in früheren und neueren Untersuchungen auch eine maximale Zugfestigkeit solcher ungefüllten Siliconkautschukvulkanisate gefunden wurde. Die Erscheinungen gehen vermutlich auf eine verringerte Beweglichkeit der langkettigen Moleküle, die in erster Linie einer Verformung ausgesetzt sind, innerhalb der Matrix aus kurzkettigen Molekülen zurück. Die Effekte sind umso stärker ausgeprägt, je größer die Differenz zwischen dem mittleren Molekulargewicht der kurz- und langkettigen Anteile ist.


