GAK - Gummi Fasern Kunststoffe 4 | 2010

„Ex oriente lux” – oder – die „Gelbe Gefahr”

von Heinz Gupta

Beide Sätze kann man vielfältig religiös, weltanschaulich, historisch oder wirtschaftlich unterlegen.


Für die deutschen Maschinenbauer, die Autobauer und die Chemieindustrie, deren Märkte in Nordamerika und Europa weggebrochen waren, kam das Licht aus dem Osten, wo ihre Produkte steigend aufgenommen wurden.
Anders viele Hersteller von Fertigwaren, die durch billige Waren aus Asien in Bedrängnis gerieten.


China verzeichnete in den letzten Jahren, während bedingt durch den Finanzcrash die Märkte in USA und Europa zusammenbrachen, ein stetiges Wirtschaftswachstum von ca. 8 %.


In Indien und anderen asiatischen Ländern nicht anders.
In China war das Wirtschaftswachstum begründet durch eine restriktive Geldpolitik der Regierung (ein positver Aspekt der Diktatur), die die Spekulation verhinderte oder in engen Grenzen hielt. Dazu kam der ungeheuere Hunger nach besseren Lebensumständen der wachsenden Bevölkerung und ihre ameisenmäßige Fleißigkeit. Im Prinzip gelten diese Tendenzen für die meisten asiatischen Länder.


Die Asiaten schauen mit Hochachtung auf die technischen Erungenschaften der europäischen Länder insbesondere Deutschlands. Noch!
Für sie gilt „ex occidente lux“, bei allem wachsenden Selbstbewusstsein und bei steigenden eigenen Leistungen.


Dies ist der Grund, weshalb wir eine neue chinesische Zeitschrift für die Kautschuk- und Kunststoffindustrie herausgebracht haben.
RFP for China konnten wir vor kurzem auf der China Rubber Conference in Qingdao vorstellen.


Mit dieser Zeitschrift wollen wir dem Wissen deutscher und anderer europäischer Unternehmen eine stärkere Präsenz in China verschaffen und so eine gute Zusammenarbeit fördern.


Ihr Heinz Gupta