Biologisch bedingte Materialschäden – Adhäsion von Mikroorganismen zu Materialoberflächen
von Dr. Klara Z. Gumargalieva, Dr. Irina G. Kalinina, Dr. Sergei A. Semenov, Prof. Gennady E. Zaikov, Lidiya A. Zimina, Dr. Marina I. Artsis
Die adhäsive Wechselwirkung der am weitesten verbreiteten Arten mikroskopischer Pilze wie Aspergillus niger, Trichoderma viride, Penicillium funiculosum und Aspergillus terreus mit Materialoberflächen auf Basis von Polymeren und Metallen wurde untersucht. Die Stärke der adhäsiven Wechselwirkung wurde mit der Methode der zentrifugalen Abscheidung bestimmt. Die makroskopische Charakterisierung der Adhäsion von Mikroorganismen zu Metalloberflächen erfolgte durch Interpretation der kinetischen Kurven.
Wir zeigen am Beispiel von Aspergillus niger, dass die stochastische Natur des Adhäsionsverhaltens der Zellen von Mikroorganismen durch die Heterogenität sowohl der jeweiligen Oberfläche als auch der Konidiengröße bewirkt wird und der Gauß‘schen Verteilung folgt. Wir haben festgestellt, dass die Zellwandstruktur mikroskopischer Pilze sich in Abhängigkeit vom Alter veränderte und dass sich damit auch Änderungen der Stärke der adhäsiven Wechselwirkung korrelieren lassen. Die dominierende Rolle bei der Verstärkung der Adhäsionswechselwirkung spielte die Konzentrationserhöhung von eiweißhaltigen Komponenten in der Oberflächenschicht der Zellen.

