ZF erwägt Verkauf des Geschäftsfelds Gummi-Kunststoff

Der Automobilzulieferer ZF hat bekannt gegeben, dass man den Verkauf der Gummi-Kunststoff-Aktivitäten erwägt. Das Unternehmen informierte auch darüber, dass man bereits von einem potenziellen Interessenten angesprochen worden sei. Erste Gespräche mit diesem Unternehmen hätten gezeigt, dass gute Entwicklungsperspektiven für das Geschäftsfeld und seine Mitarbeiter bestünden. ZF sagte weiterhin, dass aus Markt-, Kunden-, Technologie- und regionaler Sicht überzeugende Ergänzungen entstehen. ZF sagte, man daher das Angebot des interessierten Unternehmens mit dem Ziel prüfe, eine langfristige Stärkung und gezielte Weiterentwicklung des Geschäftsfelds zu erreichen sowie dessen bestehende Standorte und seine Mitarbeiter bestmöglich abzusichern.

Die Gespräche befinden sich laut Unternehmensangaben noch in einer frühen Phase. Mit einem möglichen positiven Abschluss der Verhandlungen rechnet ZF frühestens in einigen Wochen. Bei dem Interessenten soll es sich um einen chinesischen Investor handeln. Betroffen sind die Standorte Damme in Niedersachsen, Simmern im Hunsrück sowie Bonn. Insgesamt sollen fast 1700 Mitarbeitern betroffen sein.

Das Unternehmen sagte, dass derzeit durch Zusammenschlüsse von Unternehmen eine Konzentration in der Branche zu verzeichnen sei, die die Wettbewerbssituation in der Automobil-Zulieferindustrie für das ZF-Geschäftsfeld Gummi-Kunststoff nachhaltig verschärfe, unter anderem durch Kostenvorteile und flexiblere Strukturen der Wettbewerber.

ZF gehört zu den 15 größten Automobilzulieferern weltweit. Die Konzernzentrale befindet sich in Friedrichshafen am Bodensee.

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