Langkettenverzweigte thermoplastische Fluorpolymere
von Dr. Harald Kaspar Dr. Daniel Möller, Prof. Dr. Helmut Münstedt
Neuartige, erst vor kurzem entwickelte Polymerisationstechniken ermöglichen es
heute, die Kettenstruktur von Fluorpolymeren quasi „maßzuschneidern“. Mittels
moderner polymeranalytischer Methoden lässt sich eindeutig belegen, dass stern-, baum- oder kammförmige Moleküle synthetisierbar sind. Die analytischen Ergebnisse stimmen mit den neuesten theoretischen Ansätzen überein.
Die wichtigsten rheologischen Eigenschaften werden durch Langkettenverzweigungen stark beeinflusst, auch wenn der Verzweigungsgrad eher gering ist. Die Strukturviskosität steigt an, und es wird Dehnverfestigung beobachtet.
Deshalb lassen sich die Prozessabläufe signifikant verbessern, da sich sowohl die Geschwindigkeit der Prozesse erhöhen lässt, als auch eine Qualitätsverbesserung der extrudierten Artikel festzustellen ist und zwar im Vergleich mit jedem anderen nach neuestem Stand der Technik hergestellten Fluorpolymer.

