GAK - Gummi Fasern Kunststoffe 1 | 2012

Für nur 12,90 EUR

Eine elegante, charmante und geistvolle Dame,

von Heinz Gupta

die leider auf einem Auge blind ist, Christine Lagarde, wenn sie die Gründe für eine drohende Weltwirtschaftsdepression in den europäischen Wirtschaftsproblemen ortet und nicht auch die Probleme ihres Gastlandes USA sieht.

Ähnlich kurios ist es, wenn Herr Geithner nach Europa kommt, um die Länder bei der Lösung ihrer ­Probleme zu unterstützen, dabei hat er seinen eigenen Stall nicht in Ordnung.

Das ist die gleiche überhebliche Arroganz, mit der die Bush-Regierungen den Irakis und den Afghanen, Ländern mit jahrhundertealten Sozialstrukturen – es sei dahin gestellt ob gut oder schlecht – mal eben die westliche Demokratie beibringen wollten.

Dabei haben selbst die Europäer viele Jahrzehnte um diese Gesellschaftsform gerungen.

Frau Lagarde hat jedoch viele Co-Unken. Da reden die Schwarzmaler von einer Rezession, bei einem Sinken des Wirtschaftswachstums von 6,5 % auf 5,8 % (WTO).

Das mag ja in der Terminologie der Wirtschaft definitionsgemäß richtig sein, aber der einfache Bürger hört „Rezession“, klappt die Ohren zu und schleicht gesenkten Hauptes und mit beiden Händen fest das Portemonnaie umklammernd heim.

Dabei geht es der Wirtschaft gut in Deutschland, mit Aufs und Abs wie in jedem Geschäft. Viele Unternehmen berichten von guten, und gar ausgezeichneten Geschäftsergebnissen in den ersten drei Quartelen 2011 mit einer leichten Abschwächung im letzten Quartal.

Einige hundert Industrieunternehmen wurden vom DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) nach ihrer Geschäftssituation und den Aussichten für 2012 befragt. Die Ergebnisse besagen (im „Industriereport 2011/2012“): 51 % beurteilen ihre Geschäftslage mit gut, 41 % mit gleichbleibend. Für 2012 erwarten 22 % der Unternehmen bessere und 61 % gleichbleibende Geschäfte. 21 % wollen ihre Belegschaft 2012 vergrößern.

Aber Frau Lagarde hat Recht, es ist „was faul in Europa“ und diesmal nicht im Staate Dänemark. Da werden mit Riesen-Tamtam Verträge über die zukünftige Sparsamkeit in den Staatshaushalten geschlossen und alle klopfen sich auf die Schultern wegen dieses „Riesenerfolges“. Dabei weiß jedes Milchmädchen und jeder Milchmann und auch jeder andere Unternehmer, dass er über kurz oder lang pleite ist, wenn die Ausgaben höher sind als die Einnahmen.

Aber das wissen offensichtlich die Politiker nicht oder haben es vergessen. Da ist noch viel zu tun, packen Sie es an!

Vielen Dank, Frau Lagarde, dass Sie uns so wichtige Hinweise gegeben haben, aber schauen Sie jetzt auch mal auf die USA?!

Viele Grüße und alles Gute für 2012

Ihr Heinz Gupta