Panem et circenses
von Heinz Gupta
„Brot und Spiele“, ein Prinzip, mit dem seit Jahrhunderten die Menschen in Schach gehalten werden.
Im Augenblick strömt und tröpfelt die Olympiade aus vielen Medienkanälen, untermalt mit Feuerwerk und den Bildern schöner Menschen. Genau wie vorher bei der Fußball-Europameisterschaft. Für die Besseren sind es die Spiele auf dem „Grünen Hügel“. Später kommen dann die Winterspiele und die Bundesliga, Formel 1 und, und. Mit Spielen sind wir also versorgt.
Und wie ist es mit Brot?
Dazu versorgt uns Herr Draghi mit viel Geld und mit ganz billigem Geld. Leider gibt er es nicht direkt den Menschen, die es gut gebrauchen könnten, sondern erst einmal den Banken, die damit wieder Spiele machen können, auch um Gold. Der Kreis ist also geschlossen.
Aber die Menschen sind durchaus nicht beruhigt. Die beobachtete Kaufzurückhaltung ist nicht nur durch den Mangel an Geld begründet, wie in Spanien und Griechenland, sondern vielleicht auch durch Angst vor der Zukunft. Für die beschlossenen Rettungsschirme für notleidende Eurostaaten steht die Bundesrepublik mit über 700 Mrd. EUR gerade. Im schlimmsten Fall, also wenn die notleidenden Staaten die Darlehen nicht zurückzahlen können und die Wirtschaft nicht wieder anzieht, fallen auf jeden deutschen Kopf, ob Baby oder Greis, Schulden von etwa 9 000 EUR.
Dann helfen wahrscheinlich keine circenses mehr.
Ihr Heinz Gupta

