GAK - Gummi Fasern Kunststoffe 8 | 2012

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Vergleich von Verfahren zur Erwärmung von Formwerkzeug­oberflächen – Teil 1: Überblick

von Dipl.-Ing. Thomas Oppelt, Prof. Dr.- Ing. habil. Bernd Platzer, Professur Technische Thermodynamik, Dipl.-Ing. Jens Schulze, Dipl.-Ing. Hans Stein

Bei der automatisierten Verarbeitung von faserverstärkten Thermoplast-Tapes durch Tapelegen/Bandablegen oder Tapewickeln ist die Vorwärmung der Formwerkzeugoberfläche sinnvoll, um die zuverlässige und haltbare Platzierung der ersten ­Bandlage sicherzustellen. Verschiedene Heizverfahren, die unter anderem aus dem Bereich des Spritzgießens bekannt sind, können prinzipiell auch im Falle des Tapewickelns oder Tape­legens eingesetzt werden. Erwünscht sind dabei beispielsweise eine kurze Heizdauer, eine gleichmäßige Temperaturverteilung auf der Werkzeugoberfläche und geringe Kosten des Heizsystems. Zur Festlegung des am besten geeigneten Heizverfahrens werden konventionelle Methoden zur Erwärmung von Werkzeugoberflächen, etwa über Temperierkanäle, und neue Wärmeerzeuger wie keramische Heizelemente miteinander verglichen. Teil 1 des vorliegenden Artikels bietet einen allgemeinen Überblick über Verfahren zur Erwärmung von Werkzeugoberflächen, wobei auf Vor- und Nachteile sowie die maximal erreichbare Temperatur eingegangen wird. In Teil 2 folgt die detaillierte Analyse ausgewählter Vergleichsparameter.