Vergleich von Verfahren zur Erwärmung von Formwerkzeugoberflächen – Teil 2: Beispiele
von Dipl.-Ing. Thomas Oppelt, Prof. Dr.-Ing. habil. Bernd Platzer, Dipl.-Ing. Jens Schulze, Dipl.-Ing. Hans Stein
Aufbauend auf dem im ersten Teil vorgestellten Überblick über Verfahren zur Erwärmung von Formwerkzeugoberflächen wurden vier Verfahren zur weiteren Untersuchung ausgewählt. Für Heizsysteme mit Temperierkanälen, induktiver Wärmeerzeugung, Flächenheizelementen und Keramikheizelementen wurden je fünf Vergleichsparameter ermittelt. Diese sind Heizdauer, Temperaturhomogenität, Investitionskosten, Energiebedarf und Wirkungsgrad. Die Erwärmung der Oberfläche eines Formwerkzeugs zum Thermoplast-Tapewickeln (Wickelkern) auf 200 °C wurde für die genannten Heizverfahren simuliert, wobei die Kerngestaltung jeweils an das Heizsystem angepasst wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass kein Heizverfahren optimal in Bezug auf alle Parameter ist. Entsprechend den Anforderungen im speziellen Fall kann jedoch das geeignetste Verfahren gefunden werden. Im vorliegenden Beispiel stellen Flächenheizelemente (Heizfolien) aufgrund niedriger Kosten, einer guten Temperaturhomogenität und akzeptablen Energieaufwands die beste Variante dar.

