GAK - Gummi Fasern Kunststoffe 8 | 2001

Charakterisierung der Oberfläche von Kieselsäure-Xerogelen durch inverse Gaschromatographie (IGC)

Durch Umsetzen von Kieselsäure-Hydrogelen mit HMDS in Gegenwart von Isopropanol und Säure, Überführen in organische Lösemittel, azeotrope Abdestillation und Trocknen ließen sich 'in situ' behandelte Xerogele unter Vermeiden eines Strukturzusammenbruchs und je nach den Alterungsbedingungen des Hydrogels mit kontrollierter spezifischer Oberfläche und Porosität herstellen. Ähnlich wie bei pyrogener Kieselsäure führt die hydrophobisierende Behandlung nach IGC-Messungen zu herabgesetzter Oberflächenenergie, doch weisen die modifizierten Xerogele selbst bei theoretisch vollständiger Belegung der Oberfläche noch unerwartet hohe Werte auf. Die Mikrostruktur der Xerogeloberfläche erfordert daher weitere Untersuchung, und auch der Einfluss der Alterungszeit der Hydrogele vor der Silylierung auf den Abfall der Oberflächenenergie muss genauer erfasst werden.