Einfluss von Zusammensetzung und Verarbeitungsbedingungen auf die Strukturausbildung in spritzgegossenen dynamisch vulkanisierten PP/EPDM-Verschnitten
Matrix-Mikrostrahlröntgen- und transmissionsmikroskopische Untersuchungen wiesen in den im Titel genannten Produkten nahe der Außenhaut erstaunlich dicke orientierte Polymerschichten auf (stärker als in reinem PP unter gleichen Bedingungen), wobei die Formgeometrie offenbar die jeweilige örtliche Kinematik bestimmt. WAXS konnte für den PP-Anteil eine ungeänderte monokline (c+a*)-Textur nachweisen, nur im 70/30-Verschnitt war ein Übergang zu ungeordneter smektischer Struktur zu beobachten. Auch in Verschnitten mit nur 15 % PP sind diese Domänen in hohem Maße orientiert, sogar im Kernbereich der Spritzgussteile. Eine solche Ausrichtung wird offenbar durch Scherverstärkung ('shear amplification') auch in den kleinen Lücken zwischen den Kautschukpartikeln als Folge ihrer Bewegung beim Einspritzen und Komprimieren hervorgerufen.



