Gummi-Metall-Bindung durch Silane
von Jayaseelan, S. K./ van Ooij, W. J.
Dieser Beitrag behandelt die Bindung von Schwefel vulkanisierten Gummimischungen an Metallen. Bereits früher war davon berichtet worden, dass bis-(Triethoxysilyl)ethan und Vinyltriethoxysilan die Bindung von peroxidvernetzten Gummimischungen an Metallen ermöglichen. Jedoch zeigte sich, dass diese Silane mit Schwefel vernetzten Gummimischungen nicht zusammenwirken. Im vorliegenden Fall wurde festgestellt, dass ein Gemisch aus bis-(Trimethoxysilylpropyl)amin und bis-(Triethyoxysilylpropyl)-tetrasulfid eine Zusammenwirkung ergibt. Es werden die Ergebnisse von Versuchen mitgeteilt, bei denen Messing, Stahl und galvanisch behandelter Stahl an eine typische Belagsmischung für Reifenkord mit und ohne Zusatz eines Kobaltadditivs gebunden wurden. Diese neue Silanbehandlung erwies sich als genauso oder sogar besser wirksam als die Haftung von Messing an Gummimischungen mit Kobalt. Der von den Silanen gebotene überlegene Korrosionsschutz wurde auch unter Anwendung von Gleichstrom-Korrosions- und Polarisationswiderstands-Messungen nachgewiesen. Der im vorliegenden Beitrag behandelte Silanbindeprozess verläuft mit allen Metallsubstraten nahezu gleichartig. In diesem Beitrag wird die Struktur des Silanfilmes auf einem Metallsubstrat studiert, und es wird ein Modell für einen möglichen Mechanismus der Haftung von Gummiwerkstoffen an Silan überzogenen Metallen vorgeschlagen.



