GAK - Gummi Fasern Kunststoffe

Editorial
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Hello Do…nald – probier’s mal mit Tatsächlichkeit!!!

Staatsoberhäupter werden durch ihre Mitarbeiter über Sachzusammenhänge, politische und wirtschaftliche Gegebenheiten informiert.


Meistens – bei Mr. Trump jedoch offenbar nicht. Bei ihm ist es egal, ob er Fakten, Nicht-Fakten oder Unsinniges von sich gibt, Hauptsache es ist dick aufgetragen und spektakulär.


Wenn er über die „bad, very bad Germans“ schimpft, die ihre Autos in Amerika verkaufen, dann vergisst er ganz, dass es die „bad, very bad Americans“ sind, die diese Autos gerne kaufen. Und dass es deutsche Unternehmen sind, die ihre Autos in den USA bauen und sie dort verkaufen oder vorrangig aus den USA exportieren.


Wie Prof. Dudenhöffer (CAR Center Automotive Research) feststellt [1], betrug der Anteil der „deutschen Fahrzeuge“ (von deutschen Firmen – Audi, BMW, Mercedes, Porsche und VW – in den USA von braven amerikanische Arbeitern gebaut) in den USA Anfang 2017 nur 7,3 %. Der Anteil der von US-Firmen (Fiat-Chrysler, Ford, Opel/GM, Tesla) in Deutschland verkauften Fahrzeuge lag jedoch, ebenfalls Anfang 2017, bei 18,8 %.


So viel zu Fake-News.


Ein wichtiger strategischer Coup ist ihm jedoch gelungen: der Verkauf amerikanischer Waffen an die Saudis – laut Pressemeldungen und eigenen Bekundungen (er twittert halt gern) ein Geschäft in der Größenordnung von mehr als 100 Mrd. USD.


Zum einen kommt das der US-Industrie zugute, zum anderen werden, sollte der Einsatz der Waffen ihrer Zweckbestimmung entsprechend erfolgen, wieder viele Menschen aus dem Nahen Osten in die Flucht getrieben über das Mittelmeer nach – nicht in die USA – sondern nach Europa, wodurch die europäischen Länder zunehmend destabilisiert würden. Was ja auch im Interesse von Herrn Trump zu sein scheint?


Von ein paar Fakes abgesehen, ein cleverer Präsident – oder?


Ihr
Heinz Gupta

[1] Alle Zahlen demnächst auf unserer Webseite

Report
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125 Jahre Troester – Made in Germany: Qualität – Innovation – Erfahrung

Am 4. Juli 2017 feiert der Extrusionsspezialist Troester in Hannover das 125-jährige ­Jubiläum seiner Firmengründung. Ein Anlass für die GAK, die Geschichte des mittelständischen, eigentümergeführten Unternehmens zu beleuchten und mit Dr. Peter Schmidt, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Troester GmbH & Co. KG über das Unternehmen, über Erfahrungen und Erwartungen, über Erreichtes und Geplantes zu sprechen.

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KIT: Abteilung „Polymere Materialien“ am Institut für Technische Chemie und Polymerchemie

Komplexe Materialien durch neue Charakterisierungsmethoden verstehen

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Gut gemischt: Additive von der grünen Wiese

Als Christian Lindemann Walsoe im Jahr 1902 die Deutsche Oelfabrik gründete, war deren Schlüsselprodukt Faktis schon seit Jahrzehnten ein etabliertes Kautschuk-Ersatzprodukt (franz. Caoutchouc factice) und begründete den Erfolg des Unternehmens. Doch Faktis, auch strukturell ähnlich dem Gummi, ist mehr als ein Ersatzstoff. Als man die positiven Einflüsse solcher vernetzten Fettöle auf das Eigenschaftsprofil nicht nur von Kautschukmischungen erkannte, stieg die wirtschaftliche Bedeutung dieses Ölkautschuks.

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wdk legt Branchenbericht vor – Die Kautschukindustrie 2016

Die deutsche Kautschukindustrie bewegt die Welt und schaut gleichzeitig auf ein bewegtes Jahr 2016 zurück. Allein der Blick auf die Mengen- und Umsatzentwicklung des Jahres 2016 verdeutlicht dies. Während der Mengenabsatz der Unternehmen der deutschen Kautschukindustrie leicht ausgeweitet werden konnte, reduzierte sich der Branchenumsatz um 2,6 % auf rd. 11,3 Mrd. EUR. Der nachfolgende Konjunkturbericht des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e. V. (wdk) präsentiert einen Rückblick über die Aktivitäten der Branche im letzten Jahr und gibt einen Ausblick auf 2017.

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Article
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Gezielte Erstarrung durch eine selbstoptimierende, hochsegmentierte Werkzeugtemperierung im Spritzgießen

Formteilpräzision ist für die Herstellung qualitativ hochwertiger Bauteile unerlässlich. Während die spanenden Verfahren heutzutage bereits durch CNC-Bearbeitung und Präzisionsmaschinen hochpräzise Formteile erreichen, treten insbesondere bei den urformenden Verfahren, wie den schmelzebasierten Gießverfahren, größere unzulässige Abweichungen auf, die nur durch aufwendige Werkzeug­iterationen oder Nachbearbeitungsprozesse korrigiert werden können. Der folgende Beitrag thematisiert einen neuen Ansatz zur Einbringung eines segmentierten Temperiersystems in das Spritzgießwerkzeug. Dabei ist es das Ziel, die lokalen Temperaturbedingungen im Spritzgießwerkzeug durch ein entsprechendes Heiz- und Kühlsystem regeln zu können, um so die Erstarrung der Schmelze positiv im Hinblick auf die Maßhaltigkeit des Formteils beeinflussen zu können. An eine solche Prozessführung werden große Anforderungen hinsichtlich der Temperiermethodik, der Messdatenerfassung und der Prozessregelung gestellt, die im Folgenden diskutiert werden. Zunächst wird dazu die Auswahl der zielführenden Temperiermethode diskutiert, die eine möglichst performante und dynamische lokale Temperierung der Formteiloberfläche ermöglicht. Um eine effektive Regelung umsetzen zu können, werden zudem Sensortechniken analysiert, die eine Erfassung der tatsächlichen Formteiltemperatur erlauben. Zuletzt werden die Anforderungen an ein Regelungskonzept diskutiert, das eine effiziente Regelung der Werkzeugtemperierung unter Berücksichtigung von ausgeprägten Totzeiten ermöglicht.


Precision of manufactured parts is one of the most important quality criteria in mass production processes. While for mechanical machining processes high precision parts can be achieved by use of CNC techniques and high precision machining, melt based production processes still have large precision drawbacks, which can only be compensated by time consuming mould trial iterations or post processing. The following article discusses a new approach to include a segmented temperature control into an injection mould, leading to a processing technique which is able to locally adjust the part temperature. By use of this segmented local temperature control, which is based on appropriate heating and cooling techniques and a novel control approach, the solidification and shrinkage of the plastics part shall be controlled to achieve minimal part warpage. To efficiently implement this process control, high requirements are necessary regarding tempering techniques, process measurements and control strategies, which are discussed in the following. In a first step, tempering techniques are discussed and evaluated, which are able to deliver high performance and allow the most dynamic tempering of the part surface. To effectively control this process, sensor techniques are analysed, which are capable of measuring real part temperatures within the process runtime. Finally, the requirements regarding the control concept are discussed, which allow an efficient control of the mould temperature under consideration of high dead times.

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Abspecken durch Thermoplastschaumspritzgießen

Durch Thermoplastschaumspritzgießen können leichte Bauteile mit geschäumtem Kern und hohen gewichtsspezifischen mechanischen Eigenschaften in Endkontur in Großserie hergestellt werden. Der durch das Schäumen des Materials minimierte ­Materialeinsatz bringt zudem Kostenvorteile mit sich. Somit stellt dieses Spritzgießsonderverfahren eine vielversprechende Möglichkeit zur Herstellung von Leichtbauteilen für Mobilitätsanwendungen, aber auch in verschiedenen anderen Sektoren dar.


By thermoplastic foam injection moulding, lightweight components with foamed core and high weight-specific mechanical properties can be produced in net shape in large-scale. The material savings achieved by foam injection moulding also includes cost advantages. This special injection moulding process therefore presents a promising possibility for the production of lightweight components for mobility applications, but also in various other sectors.

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Chemisch gekoppelte PEEK-PTFE-Faserwerkstoffe für tribologische Anwendungen – Teil 1. Herstellung und Eigenschaften von PEEK-PTFE-cg

In diesem Beitrag wird die Herstellung von chemisch gekoppelten Polyetheretherketon-Polytetrafluorethylen-Materialien (PEEK-PTFE-cg) mit Hilfe der reaktiven Extrusion beschrieben, und es werden die wesentlichen tribo-mechanischen Eigenschaften dieses neuen Verbundwerkstoffes vorgestellt. Durch die chemische Kopplung und Kompatibilisierung von PTFE-Partikeln in einer PEEK-Matrix kann ein modifizierter Hochleistungswerkstoff mit einer verarbeitungsstabilen Morphologie speziell für tribologische Anwendungen hergestellt werden. Im Gegensatz zu physikalisch gemischten PEEK/PTFE-Blends werden durch die chemische Kopplung eine homogene Zer- und Verteilung des PTFE in der PEEK-Matrix sowie eine Kompatibilisierung der ansonsten unverträglichen Materialien realisiert. Die PEEK-PTFE-cg-Morphologie ist in der Schmelze auch ohne Scherung ausreichend verarbeitungsstabil, was eine Grundvoraussetzung für eine nachfolgende Herstellung von Fasermaterialien in einem Schmelzspinnprozess darstellt. Im Vergleich zum unmodifizierten PEEK zeigen diese Materialien deutlich verbesserte tribologische Eigenschaften und besitzen ein gutmütigeres Versagensverhalten, was sich in einer höheren Kerbschlagzähigkeit niederschlägt.


The production of chemically coupled polyetheretherketon polytetrafluoroethylene materials (PEEK-PTFE-cg) by reactive extrusion is described in this contribution and the essential tribo-mechanical properties of this new compound material are presented. A modified high performance material with a stable morphology during processing especially for tribological applications could be manufactured by the chemical coupling and compatibilization of PTFE particles in a PEEK matrix. Compared to physically mixed PEEK/PTFE blends a homogeneous breakdown and distribution of the PTFE in the PEEK matrix as well as a compatibilization of the incompatible materials are realized. The PEEK-PTFE-cg morphology is in the melt also without shearing strains sufficiently processing-stable, which is a basic requirement for the subsequent production of fiber materials in a melt spinning process. In comparison with non-modified PEEK these materials show obvious enhanced tribological properties and exhibit a more robust failure behavior presented by higher values of notched impact strength.

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