PU Magazin

Issue 01 | 2019

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  • Hennecke GmbH
  • Birlinghovener Straße 30
  • 53757 Sankt Augustin
  • Germany
Editorial
3
„Panta rhei“ „Tempora mutantur, nos et mutamur in illis“ „As time goes by“

Egal ob bei Heraklit, Ovid oder Herman Hupfeld … der Wandel als Konstante begegnet uns überall. Wir wissen es zwar, aber wir verdrängen es doch auch gern.

Als ich 1993 mit meinem Sohn Ananda den Verlag gründete, machten wir eine einzige deutschsprachige Zeitschrift, die GAK Gummi Fasern Kunststoffe. Heute – 25 Jahre später gibt der Verlag fünf verschiedene Zeitschriften heraus, davon drei englischsprachige, die den Informationsbedarf von Lesern aus der Gummi-, Polyurethan- und der TPE-Industrie bedienen und die weltweit geachtet und gelesen werden.

Hinter dieser Entwicklung, auf die ich – das gebe ich gerne zu – außerordentlich stolz bin, steht die Leistung sehr vieler Menschen. Menschen, die im Verlag arbeiten, Menschen, die für uns Artikel schreiben, Menschen, die wir als unsere Anzeigenkunden schätzen und Menschen, für die unsere Zeitschriften wichtige Informationsquellen sind und die sie deshalb abonnieren.

2012 erlitt die erfreuliche Entwicklung des Verlags durch den Tod von Ananda einen jähen Einbruch. Meine Tochter Indira entschloss sich dann glücklicherweise, in das Unternehmen einzutreten, und so konnten wir inmitten des tragischen Wandels die Kontinuität erhalten und den Verlag weiterentwickeln.

Heute nun ist es Zeit für mich den Staffelstab weiterzugeben und die Geschäfte voll Vertrauen in die Hände der nächsten Generation zu legen. Der Verlag ist in eine GmbH umgewandelt worden und meine Tochter Indira, die viele von Ihnen von Tagungen und Ausstellungen kennen, wird das Unternehmen als Geschäftsführerin leiten.

Einiges wird sich verändern – Bewährtes wird bleiben.

Das nennt man dann wohl gelungenes Change Management ….!

Ich möchte mich bei allen, die zum Erfolg und Wachstum des Verlags in den letzten 25 Jahren beigetragen haben, von Herzen bedanken. Unterstützen Sie uns weiter, denn nur mit Ihnen zusammen können wir die gewohnte Qualität halten und eine wichtige Informationsquelle unserer Branche sein.

Ihnen allen, Ihren Angehörigen und Mitarbeitern und Ihren Unternehmen wünsche ich für die Zukunft alles, alles Gute.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Heinz Gupta

Interview
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Interview mit Daniel Meyer, Leiter des Segments Polyurethanes, Covestro

Als neuer Leiter des Segments Polyurethanes bei Covestro wurde Ende 2017 Daniel Meyer ernannt, der seit über 25 Jahren im Unternehmen tätig ist. PU Magazin hatte die Gelegenheit, ihn in Leverkusen, der Hauptverwaltung von Covestro, persönlich zu treffen, und mit ihm über seine bisherigen Erfahrungen im Unternehmen sowie seine Einschätzungen zu den Märkten, Nachhaltigkeit und zur allgemeinen Strategieentwicklung des Segments zu sprechen.

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Report
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Vorschau zur Polyurethane Solutions Expo – PSE Europe 2019 – Starkes Aufgebot an Ausstellern, umfangreiches Seminar­programm und spezielle Feature Areas

Wie der Messeveranstalter Mack Brooks Exhibitions bekannt gegeben hat, laufen die Vorbereitungen für die zweite Ausgabe der PSE Europe – der internationalen Fachmesse für Polyurethanverarbeitung – auf Hochtouren. Vom 26. – 28. März 2019 trifft sich die internationale Polyurethanbranche im MOC Veranstaltungscenter München, um sich über aktuelle Technologietrends und PU-Anwendungen in der industriellen Fertigung auszutauschen.

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Konjunktur 2019: Wachsende Unsicherheit

Konjunkturelle Ausblicke sind oft eine betriebliche Planungsgrundlage für Investitionen, Finanzierungsrechnungen, Personal- und Materialdispositionen. Über das Jahr 2019 sind die Ausblicke allerdings nicht besonders zuverlässig. Als stabil unter den Verarbeitern von Kunststoffen heben sich einerseits das Baugewerbe und der private Konsum hervor. Weniger Sicherheit ist andererseits mit dem Fahrzeugbau und u. a. der Herstellung von Datenverarbeitungstechnik sowie von elektrischen Ausrüstungen verbunden.

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Von der Desma Hausmesse 2018 – Ideen, Impulse, Innovationen: Wie Schuhe in Zukunft gefertigt werden

Zum siebten Mal lud die Desma Schuhmaschinen GmbH am 19. und 20. September 2018 die international führenden Schuhproduzenten zu ihrer Hausmesse ein, die alle zwei Jahre am Firmensitz in Achim bei Bremen stattfindet. In diesem Jahr kam zur Ausstellung eine Rekordzahl von über 780 Besuchern, die sich von den innovativen Produktionsmöglichkeiten und bewährten Techniken der Schuhherstellung, die von 54 Ausstellern präsentiert wurden, inspirieren ließen. Während der beiden Messetage wurde die norddeutsche Stadt wieder einmal zum Zentrum der globalen Schuhindustrie.

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FSK-Fachtagung Schaumkunststoffe 2018 – Innovationen, Vorträge, Kontakte, Trends

Die alljährliche internationale Fachtagung Schaumkunststoffe des Fachverbands Schaumkunststoffe und Polyurethane e. V. (FSK) fand vom 27. bis 29. November 2018 in Papenburg, im Norden von Deutschland, statt und stand ganz unter dem Motto „Innovationen, Vorträge, Kontakte und Trends“. Besucht von zahlreichen Vertretern der gesamten PU- und Schaumkunststoffindustrie wurde sie wieder einmal als Event auf höchstem Niveau gelobt.

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Die Löwen sind wieder da – Löwenstatuen des Hotels Amstel mit PU-Blockmaterial von Rampf restauriert

Acht Löwenstatuen, die einst das berühmte Hotel Amstel in Amsterdam, Niederlande, schmückten, verschwanden auf mysteriöse Weise und wurden nie wiedergefunden. Bis heute weiß niemand, wie, warum oder wann die Steinstatuen entfernt wurden. Dank umfangreicher historischer Detektivarbeit im Amsterdamer Stadtarchiv, der Tooling- und Composites-Experten des niederländischen Unternehmens Scabro sowie einem Polyurethanblockmaterial von Rampf konnten die Löwenstatuen restauriert und an ihren ursprünglichen Platz auf dem Dach des Gebäudes zurückgebracht werden.

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Biesterfeld Spezialchemie – Kompetenz in Polyurethan

Vor 112 Jahren gegründet, zählt Biesterfeld heute zu den größten Distributoren für Kunststoffe, Kautschuke, Basis- und Spezialchemikalien weltweit. Innerhalb der Biesterfeld AG ist das wachstumsstarke Geschäft mit Spezialchemikalien in der Biesterfeld Spezialchemie GmbH zusammengefasst. Seit der Gründung vor 20 Jahren entwickelte sich dieser Geschäftsbereich sehr dynamisch und zählt heute zu den führenden internationalen Distributoren im Bereich der Spezialitätenchemie. Über 270 Mitarbeitende am Stammsitz in Hamburg sowie den Tochtergesellschaften in rd. 20 europäischen Ländern tragen zum Erfolg des Unternehmens bei. Rund 6 000 Produkte namhafter Lieferanten, wie DowDuPont, Evonik, Ineos, CPKelco, Kao, Lanxess, Songwon, Eastman und Arkema, gehören zum Portfolio des Unternehmens. Für eine klare Vertriebsstruktur dieser Produkte sorgen die derzeit 13 Marktsegmente. Darüber hinaus bietet der Hamburger Distributor v. a. lösungsorientierte Service- und Beratungsleistungen an. Spezialisten mit anwendungstechnischer Expertise und Formulierungs-Know-how geben kundenspezifische Antworten zu Produkten und Lösungen.

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K 2019: Neue Technologien als Innovationstreiber – Sonderschau und Science Campus greifen Leitthemen für die Polymerbranche auf

Innovative Materialien und Technologien prägen seit jeher die Präsentationen auf der K in Düsseldorf, der Leitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie. Zur K 2019 vom 16. – 23. Oktober 2019 werden darüber hinaus die Themenbereiche Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Digitalisierung an den Ständen der Aussteller sowie im Rahmenprogramm im Mittelpunkt stehen.

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Immer der Faser nach – Phänomenologisches Berechnungskonzept verkürzt das Auslegen von Spritzgießformteilen

Zunehmend verdrängen kurzglasfaserverstärkte, thermoplastische Spritzgießformteile die Klassiker der Konstruktion wie Stahl oder Aluminium. Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat im Zuge eines IGF-Vorhabens ein Verfahren entwickelt, um die Faserorientierung von kurzglasfaserverstärkten Spritzgießformteilen schon in einer Phase zu berücksichtigen, in der noch keine Bauteile wie etwa Prototypen vorliegen. Das phänomenologische Berechnungskonzept schließt eine große Lücke in der Auslegungskette solcher Formteile. Mit Hilfe des Konzeptes ist es möglich, schon frühzeitig in der Bauteilentwicklung das richtungsabhängige Bauteilverhalten auf Formelemente abzuschätzen und das Bauteil belastungsgerecht auszulegen. Das reduziert kostspielige Iterationsschleifen und verkürzt folglich die komplette Entwicklung und Fertigung. Darüber hinaus kann das Konzept auch in Bereichen angewendet werden, in denen bislang die Integrative Simulation zu kosten- oder zeitintensiv war. Abhängig vom geforderten Detaillierungsgrad kann das neue Verfahren als eigenständige Lösung der Bauteilauslegung oder als vorgelagerte Ergänzung für die integrative Simulation angesehen werden.

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Weltweite Allianz gegen Kunststoffabfälle in der Umwelt

Am 16. Januar 2019 hat eine Allianz globaler Unternehmen aus der Kunststoff- und Konsumgüter-Wertschöpfungskette eine neue Organisation gegründet, um Lösungen zur Beseitigung von Kunststofffabfällen in der Umwelt – insbesondere im Meer – voranzutreiben. Die Alliance to End Plastic Waste (AEPW), die derzeit rd. 30 Mitgliedsunternehmen umfasst, hat bereits Mittel über 1 Mrd. USD zugesagt, mit dem Ziel, im Laufe der nächsten fünf Jahre 1,5 Mrd. USD in verschiedene Projekte und Kooperationen für die Beseitigung von Kunststoffabfällen zu investieren.

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Trends in der PUR-Verarbeitung – Vorschau zur IKV-Fachtagung am 19. März 2019 in Aachen

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen lädt zur internationalen Fachtagung „Trends in der PUR-Verarbeitung“ am 19. März 2019 in Aachen ein. Die Konferenzsprache ist Englisch.

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Wilfried-Ensinger-Preis des WAK für Dr. Muhammad Tahir

Dr. Muhammad Tahir ist für seine Doktorarbeit zum Thema „Development of novel blends based on rubber and in-situ synthesized polyurethane-urea“ mit dem Wilfried-Ensinger-Preis des Wissenschaftlichen Arbeitskreises der Universitäts-Professoren der Kunststofftechnik (WAK) ausgezeichnet worden. Die Übergabe des Preises erfolgte am 23. Oktober 2018 im Rahmen eines WAK-Symposiums in Bayreuth. Muhammad Tahir, der aus Pakistan stammt, hat seine Doktorarbeit unter der Betreuung von Prof. Gert Heinrich (IPF, Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V., und TUD, Technische Universität Dresden) angefertigt und an der Fakultät Maschinenwesen der TUD verteidigt. Seine experimentellen Arbeiten hat er maßgeblich in der Abteilung Elastomere am IPF in der Arbeitsgruppe von Dr. Klaus Werner Stöckelhuber durchgeführt.

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Stabiles Wachstum für die Biokunststoffindustrie

European Bioplastics (EUBP) hat seine aktuellen Marktdaten zur globalen Biokunststoffindustrie vorgestellt. „Der Weltmarkt für Biokunststoffe wird in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich um rd. 25 % wachsen“, so Hasso von Pogrell, Geschäftsführer von European Bioplastics. „Dieser Trend ist dank der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Produkten sowohl von Verbrauchern als auch von Markeninhabern, einer stärkeren politischen Unterstützung für die Bioökonomie und den kontinuierlichen Bemühungen der Biokunststoffindustrie, innovative Materialien mit verbesserten Eigenschaften und neuen Funktionen zu entwickeln, möglich.“

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Article
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Weltautomarkt 2018 – Hohe Investitionskosten für Elektroautos und schwache Nachfrage nach Neuwagen belasten die Industrie

Die Aussichten für die Automobilmärkte in den kommenden Jahren sind relativ schlecht. Zum einen müssen Produktionswerke mit hohen Investitionskosten auf die Elektromobilität umgerüstet werden, zum anderen sinkt die Nachfrage nach Neuwagen. Die großen Sparprogramme zur Umstellung auf Elektroautos sind ausgearbeitet. Porsche will bspw. in den nächsten acht Jahren insgesamt 6 Mrd. EUR über Rationalisierungen von Betriebsabläufen einsparen und gleichzeitig mehr für die Entwicklung und Herstellung von Elektrofahrzeugen ausgeben. Zudem ist der Regulierungsdruck gewaltig. In China gilt 2019 eine Elektroautoquote von 10 % für Neuwagen. In der EU trifft der steigende CO2-Ausstoß durch Benziner nach dem Rückgang der Dieselfahrzeuge auf die neuen CO2-EU-Vorgaben ab 2021, wonach nur 95 g CO2/km pro Neuwagen erlaubt sind. 

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Neue Caprolactam-blockierte LF-Präpolymere mit niedriger Viskosität für 1K- und 2K- Polyurethan-Reaktionssysteme – Herausragende Arbeitshygiene, kontrolliertes Aushärten und exzellente Bauteilleistung

Mit Hilfe der Low Free (LF)-Isocyanattechnologie wurden Urethan-Präpolymere entwickelt, die mit ε-Caprolactam (CAP) blockiert sind. Sie ergeben mit Diamin-Kettenverlängerern verarbeitungsfertige 1K-Reaktionsmischungen, die bei Raumtemperatur bis zu 180 Tage lagerfähig sind und erst bei hohen Temperaturen ausreagieren. Alternativ kann der Verarbeiter mit frei gewählten Diamin-Aushärtern 2K-Systeme anwendungsspezifisch formulieren. Die 1K- und 2K-Systeme ergeben PU-Gießharze, -Beschichtungen, -Klebstoffe und -Dichtstoffe mit einer Material-Performance, die mit Diol-Härtern bisher nicht erreicht wurde.

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Leistungssprung bei der Pultrusion mit Polyurethan

Polyurethan-Harzsysteme erschließen der Pultrusion neue Anwendungen und Märkte und helfen, die Leistungsfähigkeit des Verfahrens zu verbessern. Für ihre Verarbeitung steht inzwischen eine effiziente, großserienreife Prozesstechnik zur Verfügung. Gute Chancen haben bspw. schnell aushärtende sowie UV- und witterungsbeständige Harzsysteme. Vielversprechend ist außerdem ein neues biobasiertes Matrixsystem. Es bietet sich u. a. zur Pultrusion von biobasierten Lamellen für die Verstärkung von tragenden Holzkonstruktionen an.

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Optimierung der Verarbeitung von Füllstoffen in Weichschaumformulierungen

Partikuläre Füllstoffe werden oft bei der Herstellung von Polyurethan (PU)-Weichschäumen eingesetzt, um besondere Eigenschaften zu generieren. Für diese Anwendungen wird der Füllstoff vorher einer Flüssigkomponente zugesetzt, d. h. darin suspendiert. Meistens wird Polyol als Flüssigphase verwendet. Oft tritt allerdings nach dem Einmischen das Problem auf, dass die anfänglich homogene Suspension beginnt, sich wieder aufzutrennen oder zu separieren. Dies ist problematisch hinsichtlich der Verarbeitbarkeit (z. B. Pumpfähigkeit), verursacht aber letztendlich auch eine inhomogene Verteilung in dem gebildeten PU-Weichschaumstoff. Bei vielen Anwendungen ist dies kritisch, da bestimmte Eigenschaften des Schaumstoffs mit der Konzentration des Füllstoffs direkt verknüpft sind. Dieser Aufsatz beschreibt den Einsatz eines neuen Additivs, welches zu einer deutlich verbesserten Verarbeitbarkeit von Partikelsuspensionen führt, indem es die Stabilität gegenüber Phasenseparation erhöht. In einer weiteren Anwendung werden die in der Mischung unverträglichen Polyole emulgiert. Auch hier verhindert das Additiv die Phasenseparation. Schließlich wurde ein positiver Einfluss des Additivs auf die Eigenschaftsverteilung in Schaumblöcken gefunden. Besonders die gleichmäßigere Dichteverteilung, aber auch die homogeneren Werte in Brandtest für flammgeschützte Schaumstoffe sind für Schaumhersteller von Bedeutung.

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