• Verfasst am 02.11.2009 - Wirtschaft
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PU-Weichschaum ausgebremst

Nach einem Bericht des Verbands der Polyurethan-Weichschaum-Industrie e. V. (VWI) hat die Wirtschaftskrise auch in der PU-Weichschaumindustrie deutliche Spuren hinterlassen.

Die Produktionseinbrüche in den Abnehmerindustrien sind in vollem Umfang auf die Weichschaumproduzenten durchgeschlagen, so heißt es. Umsatzrückgänge von 30% und mehr, insbesondere im Geschäft mit der Automobilindustrie, waren die Folge. Auch der über Jahre prosperierende Markt für PU-Matratzen erwies sich im ersten Halbjahr keineswegs als krisenresistent.

Inzwischen ist der Produktionsrückgang gestoppt und es gibt Hoffnung auf eine, wenn auch langsame, Erholung, so der Verband. Trotz freier Fertigungskapazitäten ist das größte Handicap der Schaumstoffhersteller derzeit nicht die Auftragslage, sondern die Verfügbarkeit von Rohstoffen.

Als Reaktion auf die gesunkene Rohstoffnachfrage hat die Petrochemie Crackerkapazitäten stillgelegt und die Produktion von Basisrohstoffen stark zurückgefahren. Mittlerweile sind sowohl Polyole als auch Isocyanate knapp. Gekürzte Liefermengen, verzögerte und sogar ausgefallene Transporte sind keine Einzelfälle mehr, so heißt es.

Die Produktionsplanung wird zunehmend durch die Verfügbarkeit und Lagerreichweite der Rohstoffe bestimmt. Die Störung der Produktionsplanung setzt sich bei den Abnehmern fort: Zum Ärgernis der Kunden verschieben sich Liefertermine immer häufiger durch Rohstoffrestriktionen. Eine Mangelsituation in Zeiten schwacher Kapazitätsauslastung; eine scheinbar widersprüchliche, aber reale Situation.


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