• Verfasst am 04.01.2010 - Wirtschaft
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Wirtschaftsförderungssystem in der Türkei kurbelt Investitionen an

Ein neues Paket für Investionsanreize in der Türkei hat im 2. Halbjahr 2009 bereits Wirkung gezeigt. Obwohl erst seit Juli in Kraft, sei deutlich die große Attraktivität des Programms ersichtlich, so heißt in einer Verlautbarung der Investment Support and Promotion Agency of Turkey (ISPAT). Alpaslan Korkmaz, Präsident der ISPAT, freut sich über ein großes Investment aus Fernost. Weitere Investitionen kommen aus Südkorea und Europa, auch Unternehmen aus Indien und den Golfstaaten planen Projekte in der Türkei.

Der chinesische Autobauer Dong Feng Motor (DFM) wird Korkmaz zufolge 250 Mio. USD in der Türkei investieren. Posco, der weltweit viertgrößte Stahlproduzent aus Südkorea, errichtet ab Jahresende 2009 außerdem ein Stahlwerk in der Provinz Bursa. Investitionen seien auch aus Indien, Deutschland und den Golfstaaten zu erwarten. In den Bereichen Landwirtschaft, Nahrungsmittel aber auch Infrastruktur und Energie seien hier bereits erste Schritte hin zu einer Investition getan, so Präsident Alpaslan Korkmaz. Die ISPAT stehe demzufolge mit 100-150 Unternehmen in Kontakt: „Die Unternehmen warten auf das neue Gesetz. Wir können bis Jahresende mit Investitionen mit einem Volumen von neun bis zehn Milliarden US-Dollar rechnen“, erklärte Korkmaz. Mit den kurzfristig aufgestockten Anreizen möchte die türkische Regierung auch Unternehmen zu einem Investment bewegen, die bislang aufgrund der schwierigen Lage auf den Weltmärkten zögerten. Das neue Förderungssystem ist ein zusätzliches Angebot neben den allgemeinen Incentives und kommt vor allem Großprojekten und Technologie-intensiven Industrien zu Gute.

Weitere positive Nachrichten für die Türkei kommen aus Europa: Renault wird sein neues Modell „Fluence“ in der Türkei produzieren. Der französische Autobauer tätigt hierzu eine Investition von 110 Millionen Euro. Die Lieferung des neuen Fluence soll in mehr als 80 Länder erfolgen. Bostik, Tochterunternehmen des ebenfalls französischen Öl-, Gas- und Chemiekonzerns Total, errichtet zudem neue Produktionsanlagen in Corlu nahe Istanbul. Das Klebstoffe, Lacke und andere Werkstoffe produzierende Unternehmen plant das Werk als Hauptproduktionsstätte für die Regionen Osteuropa, Naher Osten und Nordafrika.


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