• Verfasst am 12.01.2010 - Wirtschaft
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Produktionsstandort Deutschland gewinnt an Bedeutung

Die Zahl der Produktionsverlagerungen deutscher Betriebe ins Ausland ist in den letzten drei Jahren um 40 % zurückgegangen.

Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag des Vereins Deutscher Ingenieuree.V. (VDI). Befragt wurden rd. 1500 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes. Laut Studie beträgt die Quote der Produktionsverlagerungen aktuell nur noch 9%, der tiefste Stand seit fünfzehn Jahren.

Mittlerweile kommt auf jeden dritten Verlagerer ein Unternehmen, das Produktionskapazitäten aus dem Ausland zurückzieht. Das Hauptmotiv sind Qualitätsprobleme am ausländischen Standort, so heißt es. Die hohen Personalkosten in Deutschland als Beweggrund für eine Verlagerung erweist sich nicht selten als Bumerang, denn häufig berücksichtigen Unternehmen die Lohndynamik mancher Länder nicht ausreichend.

Das erklärt auch, dass die Verlagerungen in die neuen EU-Mitgliedsstaaten in Osteuropa seit 2006 um 16% zurückgegangen sind. Mittlerweile kommt jede zweite Rückverlagerung aus Osteuropa.

Des Weiteren wuchs der Anteil der Unternehmen, die aus China zurückkamen. Auch hier sind Qualitätsprobleme, mangelnde Flexibilität von Produktion und Zulieferernetzwerk sowie steigende Lohnkosten die Hauptmotive der Unternehmen, so die Studie.


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