2-Ausstoß - Dr. Gupta Verlag - Nachrichten
  • Verfasst am 05.01.2010 - Wirtschaft
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Mit mehr Kunststoffeinsatz zu weniger CO2-Ausstoß

Die Kunststoffindustrie hat kürzlich erste Ergebnisse einer neuen Studie zum Umwelteinfluss von Kunststoff und Kunststoffanwendungen vorgestellt. Die Untersuchung zeichnet ein klares Bild der Zusammenhänge von CO2-Emissionen und Kunststoffeinsatz und unterstreicht die wichtige Rolle der Kunststoffe im Kampf gegen Klimawandel.

Die Studie von Denkstatt, einem österreichischen Beratungsunternehmen im Bereich nachhaltiger Entwicklung, stellt viele bislang formulierte negative Vorurteile von Kunststoff in Bezug auf Umweltauswirkungen klar. So wird deutlich, dass Kunststoff nur für etwa 1,3% des durchschnittlichen europäischen Kohlenstofffußabdrucks („carbon footprint“) steht. Demgegenüber kommt etwa der Bekleidungssektor hier auf 9%, die Nahrungsmittelproduktion auf 13% und Erholung und Freizeit auf 18%.

Andererseits spart Kunststoff bei Gebrauch und Verwertung 5–9 Mal mehr CO2 ein, als während der Kunststoffproduktion emittiert wurde. Man geht davon aus, dass dieses Verhältnis bis 2020 noch auf 9–15 Mal verbessert werden kann, denn die Produktion und die Effizienz von Kunststoffprodukten werden immer besser.

Die Ergebnisse der Studie:

1.Würde man wo immer möglich Kunststoff durch traditionelle Materialien ersetzen:

•so würde als Resultat die 3,7fache Materialmasse gebraucht

•entstünden 50% mehr Treibhausgase (120Mio.t pro Jahr)

•würden 46% mehr Energie verbraucht (2300TJ, Tera = 1012)

2.Weniger Treibhausgasausstoß dank Kunststoff:

•Die aktuellen Einsparungen dank Kunststoffeinsatz entsprechen dem gesamten CO2-Ausstoß Belgiens

•Diese Einsparungen stehen für 38% der ursprünglichen Kyoto-Ziele der EU15 (oder 15% der EU27-Ziele für 2020 von 780Mio.t)

•Ohne Kunststoff wären die Kyoto-Ziele schlicht nicht erreichbar

3. Energieeinsparungen dank Kunststoff:

•2300Mio. Gigajoule pro Jahr

• 50Mio.t Rohöl pro Jahr (entspricht 194 Supertankern)

4.Zusammenfassend

• Kunststoff steht für lediglich 1,3% des durchschnittlichen europäischen Kohlenstofffußabdrucks

• Das Verhältnis von Belastungen durch die Produktion von Kunststoff zu Entlastungen im Lebenszyklus liegt derzeit bei 1:5 bis 9; es wird sich Schätzungen zufolge bis 2020 auf 1:9 bis 15 verbessern.

•Kunststoff spielt in der Nutzung erneuerbarer Energien eine Schlüsselrolle

•Kunststoff ermöglicht neue, energieeffiziente Techniken mit weniger Materialverbrauch

• Der Einsatz von Kunststoff bietet oft außerordentliche Vorteile: in der Wärmedämmung, als Lebensmittelverpackung oder zur Nutzung erneuerbarer Energien, um nur einige Beispiele zu nennen


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