- Verfasst am 11.01.2010 - Wirtschaft
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Konsortium bündelt Kräfte zur Weiterentwicklung von OLED Beleuchtungssystemen
Die Partner des Konsortiums konzentrieren sich in diesem Projekt auf die Entwicklung innovativer Materialien und Bauteilarchitekturen sowie neuartiger Fertigungsmaschinen für Beleuchtungslösungen mit hocheffizienten organischen Leuchtdioden (OLED). Dabei können sie auf erfolgreiche gemeinsame Entwicklungen im ebenfalls vom BMBF geförderten Vorgängerprojekt „OPAL 2008“ aufbauen.
„Die Materialien der BASF konnten ihr Leistungsvermögen bereits in sehr effizienten Dioden mit mehreren tausend Stunden Lebensdauer und extrem hohen Quantenausbeuten unter Beweis stellen“, erklärt Dr. Elmar Keßenich, Projektleiter bei der BASF Future Business GmbH. Damit sei bereits ein großer Schritt hin zum nächsten Ziel von über 10.000 Stunden Lebensdauer getan. Das entspricht ungefähr der zehnfachen Lebensdauer einer Glühlampe. Neben hoher Effizienz und Lebensdauer ist ein hoher CRI (Color Rendering Index, >80) für die Lichtqualität entscheidend. Mit dem Emitterportfolio von BASF können CRI-Werte von über 90 erreicht werden. Im Teilverbund Materialien arbeitet BASF mit Partnern an der Universität Bayreuth, den Technischen Universitäten Dresden und Braunschweig sowie der Universität München zusammen. Diese Weiterentwicklung der Emittermaterialien ist essentiell für Fortschritte in der OLED-Technologie.
„Die Bestätigung unserer Arbeit und die Förderung des Projektes TOPAS 2012 durch das BMBF stärken nachhaltig unsere herausragende Position in der OLED Forschung – auch gegenüber dem internationalen Wettbewerb“, betont Dr. Karsten Heuser, Verbundkoordinator und Leiter der OLED Aktivitäten von Osram Opto Semiconductors.
Im Fokus der Forschungsarbeiten von TOPAS 2012 steht die Entwicklung von OLEDs für die Beleuchtung der Zukunft. Benötigt werden dazu alle Grundfarben, insbesondere die auf dem Markt derzeit noch fehlenden, hocheffizienten und langzeitstabilen Blauemitter. Blaue Emitter stellen sicher, dass alle gewünschten Farbtemperaturen von kaltweiß bis warmweiß mit der OLED-Beleuchtung umsetzbar sind. Dabei bilden aufgedampfte Materialien die Qualitätsspitze der derzeitigen OLED Technologie und stehen für lange Lebensdauer bei hoher Leuchtdichte und Effizienz. Innerhalb des Verbunds konzentriert sich Osram Opto Semiconductors auf eine transparente OLED Lösung mit einer Fläche von einem Quadratmeter. Der Partner Philips strebt die Entwicklung von besonders hellen, monolitischen OLED Systemen mit 1000 Lumen an, und Aixtron arbeitet an Produktionsanlagen mit hochratigen Abscheidekonzepten auf Basis ihrer OVPD Technologie.
„Da Licht für etwa 20% des weltweiten Energieverbrauches verantwortlich ist, ist die Entwicklung energiesparender Lichtlösungen besonders wichtig, um einen praktischen Beitrag zur Reduzierung des CO2 Aufkommens zu leisten und damit der Erderwärmung entgegen zu treten“, bekräftigt Dr. Dietrich Bertram, Leiter der OLED Aktivitäten bei Philips. Die Vorteile der OLED Technologie liegen in der Effizienz, die heute bereits höher ist als bei herkömmlichen Halogenlampen und künftig Effizienzwerte von Energiesparlampen erreichen soll sowie im neuartigen flächigen Design. Darüber hinaus kommt sie ohne energieschluckende Diffusoren aus. Flächige, nur wenige Mikrometer dünne OLED-Lichtquellen bieten nicht nur neue Optionen fürs Design, sondern sind auch deutlich angenehmer für den Nutzer, da sie im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Punktlichtquellen nicht blenden und weniger harte Schatten bilden.
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