- Verfasst am 22.01.2010 - Wirtschaft
- Sie haben folgende Optionen:
Lanxess setzt auf Wasser
Das Investitionsvolumen für das Projekt liegt bei insgesamt rd. 30 Mio. EUR. Lanxess wird in Bitterfeld eine so genannte Membran-Filtrationstechnologie entwickeln und produzieren. Das Bundesland Sachsen-Anhalt fördert dieses Vorhaben mit bis zu 6 Mio. EUR. Damit schafft man langfristig 200 neue Arbeitsplätze am Standort Bitterfeld. Die neue Anlage soll Ende dieses Jahres für eine Pilotierungs- und Entwicklungsphase angefahren werden. 2011 werden nach derzeitiger Planung die ersten Produkte auf den Markt kommen. Auf insgesamt 4000 m² entstehen neben der neuen Produktionsanlage auch Labore, Logistikflächen und Büros.
Mit der Membrantechnologie werden unerwünschte Stoffe aus dem Wasser gefiltert. Die chemische Zusammensetzung und der Aufbau der Membran erlauben es, Stoffe wie Nitrate, Pestizide, Herbizide, Viren, Bakterien und kleinste Partikel herauszufiltern. Das Wasser passiert dabei den Filter; Schwebstoffe und andere unerwünschte Substanzen werden durch den Filter zurückgehalten. Membranen stellen also eine selektive Trennwand dar. Durch diese für Lanxess neue Technologie erschließt der Konzern weitere Anwendungsgebiete in der Wasseraufbereitung. Allein das Volumen für den globalen Membranmarkt wird derzeit auf rund 1 Mrd. EUR geschätzt – Tendenz steigend.
„Nutzbares Wasser wird weltweit zu einer knappen und damit immer kostbareren Ressource. Durch diese für Lanxess wegweisende Investition in Bitterfeld können wir nun zusätzliche Produkte für die Wasseraufbereitung anbieten und damit unsere jetzt schon starke Marktposition weiter ausbauen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Axel C. Heitmann, während einer Pressekonferenz anlässlich des ersten Spatenstichs am heutigen Donnerstag in Bitterfeld. „Mit unseren Hightech-Produkten, wie etwa den leistungsstarken Ionenaustauschern der Marke Lewatit, tragen wir bereits heute dazu bei, die globalen Wasserprobleme zu reduzieren.“
Lanxess besitzt in Bitterfeld bereits einen Standort mit bester Infrastruktur. „Diese guten Rahmenbedingungen sowie die geplanten Kooperationen mit Hochschulen und Universitäten in der Region haben im internationalen Wettbewerb gegen andere Standorte wie etwa in Spanien oder Singapur den Ausschlag für Bitterfeld gegeben“, erklärte Heitmann. Der Neubau des Werks geht Hand in Hand mit einem intensiven Forschungs- und Entwicklungsprogramm
Derzeit baut Lanxess ein zusätzliches Werk für Ionenaustauscher im indischen Jhagadia, das noch in diesem Jahr in Betrieb genommen wird. Die neue Anlage in Indien wird die modernste ihrer Art in Asien sein. Sie wird unter anderem Produkte zur Herstellung von ultrareinem Wasser für die Halbleiter- und Pharmaindustrie, für die industrielle Wasseraufbereitung, für die Lebensmittelherstellung und für die Stromerzeugung liefern.
Der Konzern investiert in den neuen Standort in Jhagadia, an dem neben der Ionenaustauscher-Produktion auch eine Anlage für Kautschukchemikalien errichtet wird, insgesamt rd. 50 Mio. EUR
Sie sind neu hier? Sie wollen immer auf dem Laufenden bleiben?
Dann abonieren Sie doch einfach unsere RSS Feeds und verpassen Sie nie wieder Nachrichten.
Mehr Nachrichten finden Sie im Archiv
Neue Wege im Osten beschreitet die Küttner ...
Das Amtsgericht Saarbrücken hat am 1.2.2011 das ...
Der Aufsichtsrat der Lanxess AG hat in seiner heutigen ...
Unter dem Namen Motrio bietet Renault nun einen Reifen an ...
Die BASF hat in Ludwigshafen die Anlagenerweiterung zur ...
Der französische Automobilzulieferer Faurecia steigerte ...
Neue Wege im Osten beschreitet die Küttner ...
Bayer MaterialScience (BMS) hat vor kurzem sein Color ...
Das natürliche Mineral Eisenglimmer bewährt sich seit ...
Bayer MaterialScience (BMS) hat vor kurzem sein Color ...
Neue Wege im Osten beschreitet die Küttner ...
Der französische Automobilzulieferer Faurecia steigerte ...
Lanxess erhöht zum 14. Februar 2011 die Preise für ...
Der russische Markt für Kunststoff- und Gummiprodukte ...
