• Verfasst am 01.02.2010 - Wirtschaft
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BMS eröffnet weltgrößte Pilotanlage für Kohlenstoff-Nanoröhrchen

Bayer MaterialScience (BMS) hat eine neue Pilotanlage zur Herstellung von Kohlenstoff-Nanoröhrchen (Carbon Nanotubes, CNT) im Chempark Leverkusen eröffnet. Rund 22 Mio. EUR hat das Unternehmen in die Planung, Entwicklung und den Bau der Anlage investiert. Sie verfügt über eine Kapazität von 200 Jahrestonnen und ist damit die weltweit größte ihrer Art.

Mit dieser Investition will sich BMS einen Vorsprung in der Erschließung einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen eröffnen, die das Unternehmen unter der Marke Baytubes vertreibt. Aktuelle Prognosen sagen für Carbon Nanotubes ein jährliches Wachstum von 25% und innerhalb von zehn Jahren ein Marktvolumen von 2Mrd.USD voraus, so das Unternehmen.

BMS gehört nach eigenen Angaben zu den wenigen Unternehmen, die CNT im Industriemaßstab bei gleichbleibend hoher Qualität herstellen können. Bereits seit 2007 betreibt das Unternehmen eine Pilotanlage mit 60 Tonnen Jahreskapazität im badischen Laufenburg. CNTs werden in einem Reaktor bei hoher Temperatur durch ein katalytisches Verfahren aus Ethylen gewonnen.

Baytubes können in Polymermatrizes oder in Metallsystemen als füllender oder modifizierender Zusatzstoff beigefügt werden, wodurch die mechanische Stabilität verbessert sowie bestimmte elektrische Eigenschaften erzeugt werden. Baytubes können u.a. in thermoplastischen und duroplastischen Systemen sowie in Lacken eingesetzt werden. In Schiffsanstrichstoffen sorgen sie für eine hohe Abriebbeständigkeit. Gleichzeitig wird der Strömungswiderstand des Schiffsrumpfes gegenüber Wasser herabgesetzt und dadurch der Kraftstoffverbrauch reduziert. Außerdem werden die Kohlenstoff-Nanorörchen in Rotorblättern von Windkraftanlagen sowie in Sportartikeln wie Skiern, Hockeyschlägern und Surfbrettern verwendet.


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