PU Magazin 6 | 2011

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Entwicklung einer plasmapolymeren Entformungs schicht für die PU-Verarbeitung

von Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann Dipl.-Ing. Alexander Pauling Dipl.-Ing. Christian Holz

Um die wirtschaftlichen und ökologischen Nachteile nicht-permanenter Trennmittel zu vermeiden, können zur entformung von Polyurethanbauteilen permanente Trennschichten eingesetzt werden. obwohl diese beschichtungen theoretisch sehr gute dehäsive eigenschaften bieten, können sie sich in der industriellen Praxis bis jetzt kaum durchsetzen, da wirtschaftliche Standzeiten nur mit wenigen PU-Systemen erreicht werden. Am beispiel einer permanenten plasmapolymeren Trennschicht werden deshalb verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um das entformungsverhalten zu verbessern. Dabei ist es gelungen, die reproduzierbarkeit des beschichtungsprozesses zu erhöhen und die Dauerhaftigkeit der Trennwirkung zu verbessern.

Darüber hinaus ist nachgewiesen worden, dass die Ausbildung einer Grenzschicht für verschiedene Polyurethane zum versagen der Trennwirkung führt. Diese Grenzschicht hat im vergleich zum bauteilinneren eine andere chemische Zusammensetzung. Wahrscheinlich hat dies Auswirkungen auf die mechanischen eigenschaften der Grenzschicht, so dass beim entformungsvorgang Ablagerungen auf der Werkzeugoberfläche zurückbleiben, welche die Trennwirkung reduzieren.