- Verfasst am 15.09.2010 - Technik
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Hydraulikservice und Dichtungsfertigung aus einer Hand
Seit 2009 betreibt das Unternehmen die Bereiche Zylinderneubau und Zylinderservice seines bisherigen Partners, der ehemaligen Central Hydraulik, und bietet umfassende Serviceleistungen. Diese reichen von der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung aller gebräuchlichen Zylindertypen bis zur Inspektion, der Wartung und der Instandsetzung gebrauchter Zylinder, Kolben und Dicht- und Führungselemente, sowie der angrenzenden fluidtechnischen Bauteile.
Zum Angebot gehört auch eine anwendungsbezogene Dichtungsoptimierung, mit der Revisionszyklen optimiert werden können. SKF verfügt hierzu über ein Fertigungssystem, mit dem passende Dichtungen innerhalb von drei Tagen herstellt werden können. Die schnelle und sichere Reparatur von Hydraulikzylindern mit Dichtungen bis zu einer Abmessung von 600 mm ist damit möglich. Dichtungen von 600–4000 mm fertigt SKF in zwei bis acht Wochen. Die Umsetzung erfolgt anhand der metallischen Nutmaße des Dichtungseinbauraums, des Dichtungsprofiltyps wie z. B. Nutring oder Manschettendichtsatz usw. sowie der Werkstoffangabe. Die Metallmaße des Dichtungseinbauraumes können direkt am Hydraulikzylinder abgenommen werden.
SKF bietet zudem verbesserte Werkstofftypen an, bspw. um NBR zu ersetzen. Besonders für Hydraulikzylinderdichtungen mit einem Durchmesser von 540–4000 mm empfiehlt sich G-Ecopur, ein Werkstoff der aufgrund seiner Härte mit 95 Shore den mechanischen Belastungen durch hohe Taktzahlen widersteht. Für kleinere Durchmesser eignen sich die Werkstoffe der Ecopur-Serie in der weichen Härtestufe mit ca. 95 Shore A oder in der härteren X-Ausführung mit 57 bis 60 Shore D.
Für Dichtungsaufgaben in Kupplung-Bremssystemen von Kurbelexzenterpressen ist XS-Ecopur aufgrund seiner Gleiteigenschaften und erhöhten Härtestufe optimal. Sämtliche Ecopur-Werkstoffe werden von SKF Economos Austria selbst hergestellt und entwickelt. Führungsbänder oder statische Dichtungen wie O-Ringe oder Flachdichtungen sind ebenfalls verfügbar.
Sämtliche Dichtungen werden bei größeren Stückzahlen und bei Durchmessern bis 1000 mm im Spritzverfahren hergestellt. Mit Hilfe der Finiten Elemente Analyse (FEA) zur Optimierung der Konstruktion und Dichtungsgeometrie kann SKF Dichtungslösungen auch für anspruchsvolle Einsatz- und Funktionsbedingungen finden, mit denen bspw. die Anzahl von Presszyklen gesteigert werden kann.
Dank einem eigens entwickelten Verfahren können Ersatzdichtungen aus Polyurethan vor Ort stoßgeschweißt werden. Großvolumige Formteile aus elastischen Werkstoffen wie Profilrollen oder Verschleißplatten werden von SKF im kostengünstigen kombinierten Verfahren Polyurethanguss und Wasserstrahlverfahren hergestellt für das kein Spritzgießwerkzeug angefertigt werden muss.
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