• Verfasst am 16.12.2011 - Technik
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Biokompatibler Flüssigsiliconkautschuk für strahlen­sterilisierbare Ventile

Mittels ionisierender Strahlung sterilisierte Membranen: Beim Standardsiliconelastomer (links) wächst der Schlitz ohne Trennmittel während der Bestrahlung allmählich zu, bei Silpuran 6610/40 (rechts) bleiben die Dosierschlitze intakt.

Mittels ionisierender Strahlung sterilisierte Membranen: Beim Standardsiliconelastomer (links) wächst der Schlitz ohne Trennmittel während der Bestrahlung allmählich zu, bei Silpuran 6610/40 (rechts) bleiben die Dosierschlitze intakt.

Die Münchener Wacker Chemie AG hat einen neuen Flüssigsiliconkautschuk zur Herstellung strahlensterilisierbarer Siliconventile für medizintechnische Geräte vorgestellt. Aus Silpuran 6610/40 können biokompatible Siliconventile hergestellt werden, in denen die Ventilschlitze während einer Strahlensterilisation nicht zuwachsen. Mit dem Siliconkautschuk wird der Einsatz eines Trennmittels überflüssig. Silpuran 6610/40 ist weiß eingefärbt und biokompatibel nach ausgewählten Tests gemäß ISO 10993 und USP Class VI.

Der neue Werkstoff ist so beständig, dass die Ventilschlitze selbst bei Strahlendosen, die weit über den zur Sterilisation gebräuchlichen Werten liegen, nicht mehr zuwachsen. Dieser Non-Healing-Effekt ermöglicht auch das Schlitzen der Siliconventilmembran vor dem Tempern. Die Ventilschlitze können entweder mit einem geeigneten Formwerkzeug direkt beim Spritzgießen oder aber nach dem Entformen mit einem Stanzwerkzeug erzeugt werden.

Laut Unternehmen lassen sich Siliconventile aus Silpuran 6610/40 durch den Wegfall des Trennmittels schneller, sauberer und kostengünstiger herstellen, als dies bisher möglich war. Der Werkstoff senkt bspw. das Verschmutzungsrisiko, das mit dem Trennmitteleinsatz verbunden ist, etwa während der Ventilherstellung oder beim späteren Einmontieren des Ventils in ein medizintechnisches Gerät.


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