• Verfasst am 29.03.2010 - Wirtschaft
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Biokunststoffindustrie erwartet für 2010 weiteres Wachstum

Laut einem Bericht von Euro­pean Bioplastics e. V. setzen immer mehr renommierte Unternehmen auf Biokunststoffe.

So hat Coca-Cola 2009 in den USA und Dänemark die PlantBottle eingeführt, eine PET-Flasche aus 30% nachwachsenden Rohstoffen. Das zu PepsiCo gehörende US-amerikanische Unternehmen Frito-Lay wird eine kompostierbare PLA-Verpackung für ihr Produkt SunChips in Nordamerika auf den Markt bringen.

Der deutsche Einzelhändler Aldi bietet seinen Kunden in allen Märkten seit knapp einem Jahr kompostierbare Tragetaschen an, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Für viele Anwender ist vor allem die gute C02-Bilanz der Materialien ausschlaggebend, so heißt es. So besteht bspw. das Samsung Reclaim Handy aus einem Kunststoff, der ursprünglich aus Mais gewonnen wurde und der auf der IAA2009 vorgestellte Hyundai Blue-Will wurde innen und außen zu Teilen aus Bioplastik gefertigt.

Trotz der Finanzkrise haben einige Unternehmen der Branche in neue Produktionsanlagen und Kooperationen investiert. Der US-Granulathersteller NatureWorks hat im Jahr 2009 die Produktionskapazität für PLA verdoppelt und das brasilianische Unternehmen Braskem sein Engagement im Bereich von biobasiertem Polyethylen intensiviert.

In Deutschland bietet die BASF einen neuen bioabbaubaren Kunststoff an, der für die Papierbeschichtung und Herstellung sogenannter Schrumpffolien optimiert ist, während die italienische Novamont die zweite Generation Mater-Bi angekündigt hat. Zudem plant das neue Konsortium Purac-Sulzer-Synbra in den nächsten Jahren im Bereich geschäumter PLA-Produkte europäischer Marktführer zu werden.


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