GAK - Gummi Fasern Kunststoffe

Issue 03 | 2019

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Editorial
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Die Mauer

In der Menschheitsgeschichte wird von zahlreichen Mauern berichtet – von einfachen Stadtmauern bis zu den viele Kilometer langen Wällen und Mauern: der chinesischen Mauer, dem Limes, dem Hadrianswall, den Mauern der Hethiter und, und, und… Dazu kommen noch Zäune verschiedener Größe und Länge.

Meistens dienten sie dazu, Eindringlinge abzuschrecken und aufzuhalten. In China waren es die Mongolen, in Germanien die bösen Germanenvölker oder Flüchtlinge, die man nicht haben will, oder schlicht Wildschweine, gegen die die Dänen etwas haben.

Nur eine Mauer diente nicht dazu Eindringlinge abzuhalten, sondern „Ausdringlinge“ abzuschrecken: die innerdeutsche Grenze zwischen Ost und West.

Alle Mauern haben viel gekostet, viel Geld und viele Menschenleben. Und eines haben sie auch gemeinsam: nach einigen Jahren waren sie nichts mehr wert, allenfalls waren sie Attraktionen für Touristen. Die große Chinesische Mauer zum Beispiel, einst gegen die Mongolen errichtet, wird heute von der Mongolei gepflegt, als ein Teil ihrer Geschichte.

Dieses Schicksal droht womöglich auch der Trump-Mauer, sollte sie denn gebaut werden. Sie wird sicher ein Touristenmagnet und vielleicht zum „Weltkulturerbe“ ernannt werden. Aber auch diese Mauer wird teuer. Nach Berechnungen der US-Heimatschutzbehörde mehr als 21 Mrd. USD.

Was wäre eigentlich, wenn man dieses Geld in Mexiko investierte, in Infrastruktur, in Schulen und Krankenhäuser. Vielleicht hätten die Mexikaner dann keine Lust mehr, in die USA auszuwandern.

Was meinen Sie?

Ihr
Heinz Gupta

Report
82
Elektromobilität im internationalen Vergleich – Absatztrends und Innovationsstärke der OEM im Gesamtjahr 2018

Das Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach untersucht regelmäßig im Bereich Elektromobilität die Innovationen der Automobilhersteller, sowie Absatzentwicklungen und Trends in wichtigen automobilen Leitmärkten. Dabei werden die fahrzeugtechnischen Neuerungen von über 30 Automobilgruppen sowie automobile Absatztrends und Rahmenbedingungen in relevanten Ländern seit dem Jahr 2005 analysiert. Jede Neuerung wird systematisch nach dem M.O.B.IL-Ansatz bewertet und gewichtet. Aus der Summe der gewichteten Innovationen werden z. B. die Innovationsstärken von Automobilherstellern, Marken und Regionen ermittelt. Der nachfolgende Bericht präsentiert einige Kernaussagen der aktuellen Branchenstudie zur „Elektromobilität im internationalen Vergleich“ des CAM.

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Weltweite Allianz gegen Kunststoffabfälle in der Umwelt

Am 16. Januar 2019 hat eine Allianz globaler Unternehmen aus der Kunststoff- und Konsumgüter-Wertschöpfungskette eine neue Organisation gegründet, um Lösungen zur Beseitigung von Kunststofffabfällen in der Umwelt – insbesondere im Meer – voranzutreiben. Die Alliance to End Plastic Waste (AEPW), die derzeit rd. 30 Mitgliedsunternehmen umfasst, hat bereits Mittel über 1 Mrd. USD zugesagt, mit dem Ziel, im Laufe der nächsten fünf Jahre 1,5 Mrd. USD in verschiedene Projekte und Kooperationen für die Beseitigung von Kunststoffabfällen zu investieren.

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91
Neue Möglichkeiten zur Asphaltmodifizierung mit Altreifen – Prozessadditiv von Evonik macht aus Altreifen einen modernen Baustoff für langlebige Straßen

Das Autobahnnetz in Europa zählt heute fast 75 000 km und wird stets weiter ausgebaut. Neben dem Neubau von Straßen und Brücken ist deren Instandhaltung eine essenzielle Aufgabe, um den Verkehr und damit auch das wirtschaftliche Wachstum auf dem alten Kontinent aufrechtzuerhalten. Hinzu kommt: Innerhalb der Europäischen Union hat sich der Fahrzeugbestand pro 1 000 Einwohner seit 1975 mehr als verdoppelt. Auch der Güterfernverkehr auf der Straße hat deutlich zugenommen. Betrug die Güterverkehrsleistung per Lkw circa 1 000 Mrd. Tonnenkilometer im Jahr 1990, stieg sie laut einer Statistik der EU-Kommission auf circa 1 750 Mrd. Tonnenkilometer im Jahr 2015. Diese Entwicklungen stellen die Infrastruktur Europas vor große Herausforderungen. 

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Neue Kooperation verbindet industrienahe Forschung und Studium – Die Universität Twente und der Polymer Science Park in Zwolle gründen gemeinsames Elastomer Competence Centre

Am 13. Februar 2019 fand auf dem Campus der Universität Twente in Enschede in den Niederlanden die offizielle Eröffnung des Elastomer Competence Centre (ECC) statt. Das ECC ist eine neue Kooperation zwischen der Universität Twente und dem Polymer Science Park (PSP), einem offenen Innovations- und Forschungszentrum für angewandte Kunststofftechnologie in Zwolle in den Niederlanden. Das ECC soll insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus der Kautschukindustrie Unterstützung für innovative Entwicklungen bieten und Zugang zu neuen Forschungsergebnissen ermöglichen.

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106
Der GFK-Markt Europa 2018 – Kontinuierliches Wachstum setzt sich fort

Die AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V. hat ihren jährlichen Marktbericht zu glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) herausgegeben. Der GFK-Markt wuchs im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 2 % auf eine Menge von 1,141 Mio. t. Bereits zum sechsten Jahr in Folge konnte der GFK-Bereich ein Wachstum verzeichnen. Deutschland blieb auch 2018 mit 229 kt der größte Hersteller von GFK/Composites, obwohl das Wachstum etwas hinter der europäischen Gesamtentwicklung zurückblieb. Materialseitig wuchsen die thermoplastischen Materialien erneut überdurchschnittlich.

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Neue Migrationsbarrieren auf Folien aus Weich-PVC

SKZ – Das Kunststoff-Zentrum und das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) haben im Dezember 2018 ein Forschungsvorhaben gestartet, mit dem Ziel, innerhalb von zwei Jahren eine neue Migrationsbarriereschicht für Folien aus Weich-PVC zu entwickeln.

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EU-Reifenlabel – wdk für Steigerung des Bekanntheitsgrades und Stärkung der Marktüberwachung statt verfrühter Reform

Beim Kauf von Fahrzeugreifen bietet das EU-Reifenlabel eine wichtige Entscheidungshilfe. Mit seiner Hilfe sollen sich Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem Blick über wesentliche Produkteigenschaften informieren können. Nach Angaben des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie e. V. (wdk) ist das Bewusstsein für das 2012 eingeführte EU-Reifenlabel und seine Aussagen auf Konsumentenseite in der Praxis bislang jedoch nur schwach ausgeprägt. Wie eine Studie der Lizeo Group ergeben hat, fehlt vielen Käuferinnen und Käufern zugleich das Verständnis dafür, dass sich Reifen nicht nur hinsichtlich ihres Preises, sondern auch in Bezug auf ihre Leistungseigenschaften unterscheiden. Der wdk tritt deshalb dafür ein, das EU-Reifenlabel noch bekannter zu machen und das Verbrauchervertrauen durch einen Ausbau der Marktüberwachung zu stärken. Eine verfrühte Überarbeitung des EU-Reifenlabels lehnt der Verband jedoch strikt ab.

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Article
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Weltautomarkt 2018 – Hohe Investitionskosten für Elektroautos und schwache Nachfrage nach Neuwagen belasten die Industrie

Die Aussichten für die Automobilmärkte in den kommenden Jahren sind relativ schlecht. Zum einen müssen Produktionswerke mit hohen Investitionskosten auf die Elektromobilität umgerüstet werden, zum anderen sinkt die Nachfrage nach Neuwagen. Die großen Sparprogramme zur Umstellung auf Elektroautos sind ausgearbeitet. Porsche will bspw. in den nächsten acht Jahren insgesamt 6 Mrd. EUR über Rationalisierungen von Betriebsabläufen einsparen und gleichzeitig mehr für die Entwicklung und Herstellung von Elektrofahrzeugen ausgeben. Zudem ist der Regulierungsdruck gewaltig. In China gilt 2019 eine Elektroautoquote von 10 % für Neuwagen. In der EU trifft der steigende CO2-Ausstoß durch Benziner nach dem Rückgang der Dieselfahrzeuge auf die neuen CO2-EU-Vorgaben ab 2021, wonach nur 95 g CO2/km pro Neuwagen erlaubt sind.

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Thermoplastische Elastomerhybride – Eine neue Technologieplattform verschiebt die Leistungsgrenzen von thermoplastischen Elastomeren

Seit Jahren ist es das Bestreben von TPE-Herstellern und Verarbeitern, die Leistungsgrenzen von thermoplastischen Elastomeren (TPE) in Richtung derer von Gummimaterialien zu verschieben. Der Wunsch nach verbesserter Medien- und höherer Temperaturbeständigkeit spielt dabei eine wesentliche Rolle. Mit den neuen thermoplastischen Elastomerhybriden (TEH) ist es Kraiburg TPE gelungen, die bisherigen Leistungsunterschiede zwischen den beiden Materialwelten TPE und Gummi weiter zu verringern. Die Entwicklung einer innovativen Fertigungstechnologie hat den Zugang zu den TEH ermöglicht.


For many years, manufacturers and processors of thermoplastic elastomers (TPE) have been striving to shift the performance limits of these materials toward those of rubber materials. The desire for improved chemical resistance and higher temperature resistance plays a major role here. Kraiburg TPE has developed new thermoplastic elastomer hybrids (TEH) that further reduce the differences in performance between the world of TPE materials and rubber materials. The development of an innovative production technology has made access to TEHs possible.

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Gaspermeationsverhalten von thermoplastischen Vulkani­saten (TPV) und Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) unter Berücksichtigung des Verarbeitungseinflusses

Bei Dichtungsmaterialien in Kontakt mit Gasen wie bspw. Wasserstoff ist eine Betrachtung der Gasdurchlässigkeit von elementarer Bedeutung für die Abschätzung von Sicherheit, Funktion und Zuverlässigkeit. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, einen Überblick über das Permeationsverhalten von thermoplastischen Kautschukvulkanisaten (TPV) und Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) gegenüber Wasserstoff unter Berücksichtigung des Verarbeitungseinflusses zu geben. Ein Vergleich von TPV und EPDM zeigt ein differenziertes Permeationsverhalten. Allgemein weisen die untersuchten thermoplastischen Vulkanisate (TPV) eine vergleichsweise höhere Gasdurchlässigkeit als EPDM gegenüber Wasserstoff auf. Verarbeitungseinflüsse wie Bindenähte und unterschiedliche Fertigungsverfahren weisen für die betrachteten Materialien nur einen geringen Einfluss auf die untersuchte Gaspermeation auf.


For sealing materials in contact with gases such as hydrogen, a consideration of gas permeability is of elementary importance for the assessment of safety, functionality and reliability. The aim of the presented study is to give an overview of the permeation behaviour of thermoplastic rubber vulcanizates (TPV) and ethylene-propylene-diene rubber (EPDM) towards hydrogen under consideration of processing influences. A comparison of TPV and EPDM shows a differentiated permeation behavior. In general, the investigated thermoplastic vulcanizates show a comparatively higher gas permeability than EPDM towards hydrogen. Processing influences such as weld lines and different manufacturing processes have only a minor influence on the gas permeation of the materials investigated.

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Tissue Engineering einer vorderen Kreuzbandplastik auf der Basis resorbierbarer, gestickter Träger – Teil 2: Biofunktionalisierung und Tissue Engineering des triphasischen Konstrukts

Der Ersatz des vorderen Kreuzbandes (engl.: anterior cruciate ligament, ACL) auf Basis eines mittels Tissue Engineering gewonnenen autologen Konstrukts könnte unter der Voraussetzung, dass es den biomechanischen Belastungen im Gelenk standhält, zukünftig im Vergleich zu stark limitierten autologen Standards bevorzugt werden. Hierzu ist eine für das Tissue Engineering geeignete Gerüststruktur (Scaffold) notwendig, die sowohl die biomechanischen als auch die biofunktionalen Anforderungen erfüllt. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Paket-Projektes (PAK731) wurden mittels Sticktechnik triphasische Scaffolds entwickelt, die den besonderen mechanischen Herausforderungen der drei Gewebezonen Ligament, Enthesis und Knochen entsprechen. Die Biofunktionalität wurde durch Modifikation der Fadenoberfläche mittels Fluorierung und Beschichtung mit Kollagen erhöht und das Tissue Engineering mit unterschiedlichen Zelltypen in Sphäroidkulturen in vitro unter verschiedenen Versuchsbedingungen getestet. Im ersten Teil dieses Artikels [1] wurde die Gestaltung der Scaffoldstruktur und deren biomechanische Anpassung beschrieben, der zweite Teil widmet sich der Biofunktionalisierung und dem Tissue Engineering der Kreuzbandplastik.


The replacement of the anterior cruciate ligament (ACL) by a tissue engineered substitute could be the favored surgical practice in future superseding the transplantation of autologous tendons with limited availability. An essential requirement for the application is a sufficient biomechanical resistance as well as an adequate bio-functionality of the surrogate structure. A scaffolding structure was developed using embroidery technology, performing the mechanical challenges of the three tissue domains ligament, enthesis and bone in a joint venture project funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (PAK731). Bio-functionality was enhanced by modification of the thread surface through fluorination and collagen coating. Tissue engineering was tested in vitro with different cell types in a spheroid based cultivation under various conditions. The first part of this article described the design of the scaffold structure and the biomechanical adaption [1], the second part shows results from the biological and tissue engineering approaches.

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