LWB Steinl + CAS
Halle 14
Stand A68

CAS stellt Prozessoptimierungssystem auf der K 2013 vor

Ein wesentlicher Teil der neuen Prozesstechnik, die der Gummispritzgießmaschinenhersteller LWB Steinl auf der K 2013 vorstellen wird, ist das von Fa. CAS entwickelte Prozessoptimierungssystem Jidoka P 101. Die von LWB Steinl vorgestellte Kombination des EFE-Plastifizier- und Einspritzsystems mit einem speziell abgestimmten Kaltkanalsystem wird auf der K erstmals öffentlich präsentiert; sie wird auf einer vertikalen, unten schließenden Spritzgießmaschine mit vollhydraulischer Schließeinheit vom Typ VSEFE 2700/2000 B mit einem Vier-Kavitäten-Kaltkanalwerk des Entwicklungspartners Stefan Pfaff Werkzeug- und Formenbau, Röthenbach, in Produktion zu sehen sein. Dabei wird das Potenzial des EFE-Plastifizier- und Einspritzsystems zur Heizzeitverkürzung mit dem Potenzial des Kaltkanalsystems zur Materialeinsparung kombiniert.

Das von LWB Steinl entwickelte Spritzgießsystem erreicht insbesondere bei Formteilen mit mittleren bis dicken und stark unterschiedlichen Wandstärken deutlich kürzere Zykluszeiten. Da aber die eingesetzten Gummimischungen chargenbedingte Schwankungen aufweisen, erfordert dies bei der nachfolgenden Weiterverarbeitung einen ständigen Nachregelbedarf bei den Maschineneinstellungen, der wiederum eine hohe verfahrenstechnische Kompetenz vom Produktionspersonal erfordert. Dies ist in einem 24h-Betrieb nicht immer gewährleistet. Das in über 25 Jahren von der Fa. CAS entwickelte und 2006 mit dem Produkt-Award der DKG (Deutsche Kautschuk Gesellschaft) ausgezeichnete Prozessautomatisierungssystem Jidoka P 101 schließt diese Lücke.

Das CAS Jidoka P 101 System überwacht permanent alle Einflüsse (Chargen- und Prozessgrößenschwankungen) auf die Qualität und sichert für jeden Zyklus eine gleichbleibende Teilequalität. Darüber hinaus wird die Teilequalität pro Zyklus, wie ein Qualitätszertifikat, in Form eines vorher festgelegten Vernetzungsgrades dokumentiert. Jidoka P 101 arbeitet vergleichbar einem Navigationssystem für Maschinen. Der Einrichter legt den Arbeitspunkt, der einem bestimmten Vernetzungsgrad entspricht, in Abstimmung mit der Qualitätssicherung fest. Das Optimierungssystem macht dem Einrichter, unter Berücksichtigung des aktuellen Prozessgeschehens, konkrete Vorschläge zur Prozessoptimierung. Dies beziehen sämtliche Prozessparameter mit ein. Grundlage dafür ist die, über viele Jahre stetig weiter entwickelte Prozessintelligenz des CAS Jidoka Systems in Form von Regelalgorithmen.

Volker Groth, Geschäftsführender Gesellschafter von CAS fasst die Systemvorteile seines Prozess-Optimierungssystems kompakt zusammen: „Unser Jidoka P 101-System ist ein erlaubtes Dopingmittel, das zusätzliche Leistungsreserven von Gummi-Verarbeitungsmaschinen erschließt. Mit ihm kann ein Gummiteile-Produzent Formteile mit gleichmäßiger Qualität und kürzest möglicher Zykluszeit bei gleichzeitig robusten Produktionsbedingungen herstellen.“

Über CAS

Die CAS Computerunterstützte Automatisierungssysteme GmbH & Co KG (CAS) wurde 1987 als TOU Unternehmen (TOU: Technologieorientierte Unternehmensgründung nach dem Modell des Bundesforschungsministeriums) durch Dipl.-Ing., Dipl. oec. Volker Groth gegründet. Zentrales Motiv der Unternehmensgründung war, der gummiverarbeitenden Industrie ein Software-Tool zur Verfügung zu stellen, mit dem die vielfältigen Variablen und Störgrößen im Verarbeitungsprozess ausgeregelt werden können. Mit mehreren Diplom-Ingenieuren, Physikern, Chemikern und Informatikern wurde innerhalb von zwei Jahren eine produktadaptive Prozessregelung entwickelt, die für jede beliebige Gummispritzgießmaschine nachrüstbar ist. Mit ihr ist es möglich, auf Basis eines konstanten Vernetzungsgrades (= konstante physikalische Eigenschaften) alle bekannten Einflussgrößen zu erfassen und Regelgrößen zur Kompensation bereitzustellen. Das erste Prüfgerät Jidoka S101 Serie I wurde an die Firma Trelleborg in Neumünster ausgeliefert. Die Serie II hat sich bei vielen Verarbeitern in den Folgejahren etabliert.


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