• Verfasst am 14.11.2014 - Technik
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Neuer Ansatz zur Produktion von Siliconteilen vor Serienstart

Die Qualität der Prototypen-, Klein- und Vorserien-Teile bei Rico ist nah an der Serie, um erste Vergleiche und Abstimmungen für die spätere Fertigung zu erleichtern.

Die Qualität der Prototypen-, Klein- und Vorserien-Teile bei Rico ist nah an der Serie, um erste Vergleiche und Abstimmungen für die spätere Fertigung zu erleichtern.

Die Rico Elastomere Projecting GmbH in Thalheim, Österreich, hat einen Drei-Stufen-Plan für die schnelle Umsetzung von Prototypen-, Kleinserien- und Vorserien-Teilen im Silicon-Bereich entwickelt.

Das Konzept „Prototypenteile“ bezieht sich auf Stückzahlen bis zu zehn Teile, das Konzept „Kleinserien“ auf Stückzahlen bis zu 500 Teile und das Konzept „Vorserie“ auf Stückzahlen bis ca. 10 000 Teile. Prototypenteile können innerhalb von zwei Wochen hergestellt und ausgeliefert werden, Kleinserien in ca. fünf Wochen und ­Vorserien in rd. zehn Wochen. Für den Prototypenbereich hat Rico die beiden Fertigungsverfahren Rapid Prototyping sowie 3D-Druck vorgesehen. So entstehen jedoch keine Teile sondern vielmehr Formen, aus denen in einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt Siliconteile abgegossen werden. Für Kleinserien werden in einer eigenen Stammform Teile im halbautomatischen Spritzgießprozess gefertigt. Dazu wird über eine spezielle maschinenseitige Nadelverschlussdüse direkt ohne Kaltkanal in die Kavität eingespritzt und die Artikel manuell entnommen. Begünstigt wird die schnelle Produktion durch weitestgehend vorgefertigte Kavitäteneinsätze aus ungehärtetem Stahl. Nur noch das eigentliche Formnest muss in diese Halbzeuge eingebracht werden. Für einen einfachen Wechsel innerhalb der Kleinserienfertigung können die Kavitäteneinsätze rasch über die Trennebene ausgetauscht werden. Laut Rico erreicht die Fertigung von Vorserienteilen bereits Serienqualität. Dazu nutzt das Unternehmen ein eigenes
Stammwerkzeug mit ­Kaltkanal und Kavitäteneinsätzen, die wie im Serienwerkzeug aus voll durchgehärtetem Stahl bestehen. Die Teile werden über eine Entformvorrichtung entnommen, so dass hier ein vollautomatischer Herstellungsprozess möglich wird. Durch den Aufbau der Kavitäteneinsätze mit den gleichen Trennebenen- und Entformungsstrategien wie im Serien­werkzeug kann hier mit niedrigkavitätigen Werkzeugen die Serienfertigung von Elastomer­teilen bereits vollständig getestet
werden.


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