- Verfasst am 29.11.2012 - Wirtschaft
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Bayer Innovations-Perspektive 2012
Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Mit Innovationen das Leben der Menschen verbessern“ und sollte vorrangig demonstrieren, dass sich Bayer für die laut Vorstandsvorsitzendem Dr. Marijn Dekkers „weltweiten Herausforderungen zu Beginn des dritten Jahrtausends, nämlich Bevölkerungswachstum, demografischen Wandel, Ökologie und Nachhaltigkeit“ gewappnet sieht.
Dekkers weiteren Ausführungen zufolge betrachtet Bayer den Sinn von Innovationen als den Weg, Werte für die Kunden und die Gesellschaft zu schaffen. Es versteht sich von selbst, dass dies gleichbedeutend mit der Identifizierung und Realisierung von Umsatzpotenzialen ist. Auch wenn dieses Thema nicht massiv in den Vordergrund geschoben wurde, war es dennoch ständig gegenwärtig. So schätzt man etwa das Spitzenumsatzpotenzial der Pharmasparte auf insgesamt mehr als 5,5 Mrd. EUR. Für den Bereich CropScience fällt die Bewertung mit mindestens 4 Mrd. EUR für den Zeitraum 2011 – 2016 ähnlich aus. Im Bereich MaterialScience steht die Verbesserung von Produktionsprozessen im Vordergrund und dies speziell unter den Aspekten von Energie-/Kosteneinsparungen und Nachhaltigkeit. Diesen Zahlen stehen natürlich u. a. die Aufwendungen für das F&E‑Budget von ca. 3 Mrd. EUR im Jahr 2012 gegenüber, von denen knapp 2 Mrd. EUR von Bayer HealthCare, rund 750 Mio. EUR von CropScience und etwa 230 Mio. EUR von MaterialScience ausgegeben werden.
Der Konzern beschäftigt weltweit 13 000 Forscher und erzielte 2011 an die 600 Patente. Prof. Dr. Wolfgang Plischke, als Vorstandsmitglied verantwortlich für Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit, erläuterte neben beispielhaften Aktivitäten der einzelnen Bereiche insbesondere die Strategie, mit der Bayer seine Position als Innovationsunternehmen stärken und weiterentwickeln will. Sie besteht im Aufbau von externen Partnerschaften via Crowd‑Sourcing, Inkubator‑Konzept, F&E-Pipeline‑, Strategie‑ und Projekt‑Partnerschaften sowie Advisory Boards. Die Brisanz solcher Maßnahmen unterstreicht die Tatsache, dass inzwischen um die 25 % des F&E‑Budgets in solche Kooperationen fließen. Im Anschluss an die beiden Vorträge gab es für die Journalisten reichlich Gelegenheit, Fragen zu stellen, was auch entsprechend genutzt wurde. Generelles Fazit daraus: Bayer geht als innovatives, forschendes Unternehmen gut ausgestattet und finanziell gerüstet in die Zukunft.
Wer wollte, hatte danach noch die Gelegenheit das Technikum der Invite GmbH, eines Public-Private Partnerships zwischen Bayer Technology Services und der TU Dortmund und damit ein Beispiel für eine gelungene externe Partnerschaft, zu besichtigen. Invite befasst sich mit der Entwicklung neuer Produktionstechnologien und setzt dazu u. a. standardisierte, modulare, kontinuierlich betriebene „Container“ für die chemische Produktion im kleinen und mittleren Maßstab ein.
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