- Verfasst am 10.03.2013 - Technik
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Transferprojekt zur Reduzierung von Reifenabrieb und -verschleiß
In dem über drei Jahre angelegten Projekt kooperieren das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) und das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie e. V. (DIK) mit der Continental Reifen Deutschland GmbH, um Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung für neue Produktentwicklungen in der Reifenindustrie nutzbar zu machen. IPF und DIK hatten zuvor gemeinsam mit der TU Dresden, TU Chemnitz, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung Mainz in der DFG-Forschergruppe „Bruchmechanik und Statistische Mechanik von verstärkten Elastomerblends“ grundlegende Zusammenhänge zu Bruch- und Versagensmechanismen bei elastomeren Werkstoffen untersucht. Einzelne Aspekte wurden mittels physikalischer Untersuchungen, numerischer Berechnungen und Modellierungen eingehend studiert, um schließlich das Gesamtphänomen als Geflecht wechselseitiger Abhängigkeiten zu verstehen. Es wurden Modelle und Prüfmethoden entwickelt und entsprechend kombiniert, die zuverlässige Aussagen zur Lebensdauer eines Bauteils und zu dessen Verhalten im Schädigungsfall ermöglichen.
Dies ist für Anwendungen wie Autoreifen von hohem Interesse – insbesondere im Hinblick auf Sicherheitsaspekte. Zudem bietet es die Grundlage für eine weitere Optimierung der Materialeigenschaften, vor allem in Bezug auf Abrieb und Verschleiß, wichtige Reifeneigenschaften, denen in den letzten Jahren seitens Forschung und Entwicklung allgemein deutlich weniger Beachtung geschenkt worden war als den seit November 2012 im EU-Reifenlabel auszuweisenden Kennwerten Rollwiderstand, Nasshaftung und externem Rollgeräusch. Eine Reduzierung von Abrieb und Verschleiß erhöht Lebensdauer und Betriebssicherheit von Reifen.
Im Rahmen des Transferprojektes werden nun Prüfmethoden und Modellierungsverfahren in die industrielle Praxis überführt und für deren Bedürfnisse weiterentwickelt. Continental erhält dadurch ein innovatives Konzept, das für Produktentwicklungen verwendet werden kann.
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