• Verfasst am 14.05.2013 - Wirtschaft
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Rhein Chemie eröffnet erste Produktion für Rhenoshape-Bladder in Brasilien

Rhein Chemie, eine Business Unit von Lanxess, hat ihre neue Produktionsstätte für Rhenoshape-Bladder (Heizbälge, die bei der Herstellung von Reifen eingesetzt werden) in Porto Feliz, Brasilien, eröffnet. Die jährliche Produktionskapazität beträgt rund 170 000 Bladder.

Eine Erweiterung mit neuen Anlagen zur Herstellung von Rhenogran soll laut Unternehmen im kommenden Jahr folgen. Rhein Chemie produziert in Porto Feliz bereits seit über zehn Jahren polymergebundene Kautschukadditive (Rhenogran). Die Investition beläuft sich insgesamt auf rd. 10 Mio. EUR und wird in Porto Feliz bis zu 60 neue Arbeitsplätze schaffen.

In der neuen Anlage in Porto Feliz, Brasilien, werden Rhenoshape-Bladder hergestellt.

In der neuen Anlage in Porto Feliz, Brasilien, werden Rhenoshape-Bladder hergestellt.

„Brasilien ist die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und für Rhein Chemie der größte und wichtigste Markt in Südamerika. Unser Ziel ist es, die brasilianische Automobil- und Reifenindustrie mit innovativen, leistungsfähigen Produkten zu versorgen“, sagte Dr. Anno Borkowsky, Geschäftsführer der Rhein Chemie Rheinau GmbH, bei der Einweihungsfeier. „Für unsere Kunden ist es sehr wichtig, dass sie Rhenoshape Hochleistungs-Bladder direkt aus unserem Werk in Brasilien beziehen können. Deshalb haben wir die neue Produktionsstätte errichtet.“

Laut Rhein Chemie lagern immer mehr Reifenhersteller ihre Bladder-Produktion aus, weil es für sie wirtschaftlicher sei, wenn sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Rhein Chemie legt einen Fokus auf die Herstellung der Bladder und arbeitet konsequent an deren Weiterentwicklung. Rhenoshape-Bladder haben u. a. aufgrund der hohen Gleichmäßigkeit eine wesentlich längere Lebensdauer, so dass je nach Reifenwerk und Reifentyp mit einem Bladder bis zu drei Mal mehr Reifen hergestellt werden können, so das Unternehmen. Neben der möglichen Produktivitätssteigerung erhöhen außerdem eine verbesserte Wärmeleitfähigkeit des Bladder-Compounds und weitere Faktoren die Qualität des Reifens, was zu höherer Sicherheit und einem niedrigeren Rollwiderstand und damit zu weniger Spritverbrauch führt, so Rhein Chemie.

Das Unternehmen ist vor weniger als zweieinhalb Jahren mit der Akquisition des argentinischen Unternehmens Darmex in das Bladder-Geschäft eingestiegen und hat seine Produktionskapazität in Argentinien bereits erweitert. Mit dem Kauf des US-Unternehmens Tire Curing Bladders im vergangenen Jahr baute Rhein Chemie ihr Bladder-Portfolio mit Spezialgrößen, zum Beispiel für die Herstellung von Lkw- und Erdbewegungsmaschinen-Reifen, sowie mit Bladdern für Reifenbau-Maschinen (Rhenobuild) weiter aus.

„Rhein Chemie ist heute der größte unabhängige Bladder-Hersteller weltweit. Außerdem bieten wir unseren Kunden Trennmittel, Bladder Coatings und Laufstreifenmarkierungsfarben komplett aus einer Hand an. Mit Blick auf die Wachstumsaussichten unserer Märkte in den kommenden Jahren sind wir sehr zuversichtlich“, so Dr.Anno Borkowsky.


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