• Verfasst am 06.12.2012 - Wirtschaft
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Evonik expandiert bei gefällter Kieselsäure für hochwertige Autoreifen

Der wegen des Trends zu benzinsparenden Leichtlaufreifen erwarteten Zunahme des Bedarfs an gefällter Kieselsäure geschuldet treibt Evonik Industries seine Wachstumsstrategie in diesem Sektor weiter voran.

Dazu sind für den Zeitraum bis 2014 weltweite Kapazitätserweiterungen zur Herstellung gefällter Kieselsäuren um etwa 30 % verglichen mit dem Stand von 2010 geplant. Die dazu notwendigen Investitionen gibt man mit „im oberen zweistelligen Millionen-EUR-Bereich liegend“ an. Die Hälfte der Ausbaupläne soll schon realisiert worden sein.

Die Entwicklung im Markt für gefällte Kieselsäuren wird vor allem durch das Wachstum im Bereich moderner Leichtlaufreifen getragen. In Europa gilt seit Anfang November eine Kennzeichnungspflicht für Reifen, die Auskunft über seine Einstufung hinsichtlich Kraftstoff-/CO2-Ersparnis, Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn und Geräuschemission gibt. In Japan existiert eine freiwillige Kennzeichnung und andere Staaten wie Korea und Brasilien ziehen mit einer eigenen Kennzeichnung nach. Darüber hinaus bieten wachsende Automobilmärkte in Schwellenländern, insbesondere China, ein großes Wachstumspotenzial für diese Reifentechnologie. Kieselsäuren dienen in Kombination mit Silanen als Verstärkerfüllstoff für den Kautschuk in Reifen und verbessern in erheblichem Maße die Eigenschaften der Pneus. Mit dem Silica-Silan-System wird ein deutlich geringerer Rollwiderstand und damit eine Einsparung von bis zu 8 % Kraftstoff im Vergleich zu herkömmlichen Pkw‑Reifen möglich. Zugleich gewährleistet das System eine hervorragende Straßenhaftung auch auf nassen und winterlichen Straßen. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben derzeit zusätzlich in ein neues Entwicklungszentrum in Wesseling, in dem man das Wissen über Kieselsäuren und Silane bündeln und die Entwicklung vorwärts bringen will.

Neben der Anwendung im Leichtlaufreifen kommt gefällte Kieselsäure zudem als Träger und Fließhilfsmittel in der Futter- und Nahrungsmittelindustrie sowie als Additiv in der Farben- und Lackindustrie zum Einsatz.


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