• Verfasst am 16.03.2011 - Wirtschaft
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Hightech-Kautschuk für einen boomenden Markt

Der Synthesekautschukhersteller Lanxess präsentierte sich vor kurzem auf der „Tires and Rubber 2011“ in Moskau. Das Unternehmen als einer der großen Polymerhersteller betrachtet Synthesekautschuk ausdrücklich als Kerngeschäft und sieht Russland als einen vielversprechenden Wachstumsmarkt.

Das Unternehmen führt das Erbe des Synthesekautschukerfinders Fritz Hofmann fort und bündelt damit heute eine weltweit wohl einzigartige Erfahrung auf dem Gebiet der Reifen- und Spezialkautschuke sowie der Kautschukchemikalien, die zur Optimierung moderner Elastomer-Compounds erforderlich sind. Zu den Produkten des Unternehmens gehören u. a. energiesparende Reifenkautschuke, die zugleich die Fahrzeugsicherheit steigern. Außerdem finden sich im Portfolio Gummirohstoffe, die Reifen vor frühzeitigen Druckverlusten bewahren, sowie robuste, Witterungs-, Chemikalien und Ozon-beständige Spezialkautschuke bspw. für Dichtungen, Schläuche, Zahn- und Keilriemen sowie Tankauskleidungen. Chemikalien des Unternehmens erleichtern z. B. die Vulkanisation und bewahren Kautschuke vor vorzeitiger Alterung; vielfach helfen Lanxess-Produkte zudem mit, als problematisch erkannte Stoffe zu ersetzen.

„Der russische Markt hat ein enormes Potenzial“, sagt Christoph Kalla, Leiter Marketing der Lanxess Business Unit Performance Butadiene Rubbers. „Der Bedarf an Reifen wird in dieser Weltregion weiter steigen, gleichzeitig ist Ressourcenmanagement in Russland ein Thema, das stetig an Bedeutung gewinnt. Das macht uns zum idealen Partner für die hiesige Gummi-Industrie: Lanxess-Produkte helfen, Benzin zu sparen, Winterreifen sicherer zu machen – und Reifen insgesamt langlebiger.“

Beispiele sind neue SSBR-Kautschuke, die sich sehr gut mit dem Füllstoff Silica verbinden und so den Rollwiderstand von Reifen senken, ohne Abrieb und Straßenhaftung negativ zu beeinflussen – dies war bei vielen vorhergehenden Reifenkautschuk-Generationen ein erhebliches Problem. Auch neue Neodym-Polybutadienkautschuke (Nd-BR), die sich dank Lanxess-Technologie durch einen besonders regelmäßigen Molekülaufbau auszeichnen, verringern den Rollwiderstand. Butylkautschuk des Unternehmens halte den Luftdruck im Reifen länger konstant, so Lanxess – auch dies wirke sich positiv auf den Spritverbrauch aus.

Unter der Haube in der Nähe immer heißerer Motoren verlängert das HNBR-Elastomer Therban die Lebensdauer von Zahnriemen. Öl- und Chemikalien-beständige Kautschuke des Unternehmens bewähren sich u. a. in Schläuchen, die aggressive Medien führen müssen. „Klassische“ Kautschuke würden hier aufquellen oder verspröden. Dichtungen aus dem EPDM-Kautschuk Buna EP sind deutlich UV- und ozonstabiler im Vergleich zu Naturkautschuk. Alterungsschutzmittel, Vulkanisationsbeschleuniger, Weichmacher und Ozonschutzwachse von Lanxess und des Tochterunternehmens Rhein Chemie Rheinau GmbH verhelfen Kautschuken zu Höchstleistungen; viele Spezialchemikalien der Rhenogran- und Rhenocure-Reihen der Rhein Chemie gelten zudem als toxikologisch einwandfreie Alternativen zu problematischen Spezialchemikalien und überzeugen z. B. als Vulkanisationsbeschleuniger für Acryl- und Chloroprenkautschuke. Frank Lueckgen von der Rubber Division der Rhein Chemie: „Wir sehen Russland als Wachstumsmarkt. Mit unserem breiten Portfolio und unseren innovativen Qualitätsprodukten sind wir bestens vorbereitet, um am Marktwachstum zu partizipieren.“

„Dabei bietet Lanxess nicht nur Lösungen in Form von fortschrittlichen Gummi-Rohstoffen an, sondern auch Experten, die den Kunden direkt zur Seite stehen und ihnen helfen, aus ihren Produkten das Beste herauszuholen“, so Kalla. „Dabei profitieren unsere Kunden in Russland auch von unserer globalen Vernetzung. Es ist immer wieder spannend festzustellen, wie ähnlich die Anforderungen unserer globalen Kunden sind. Hier bieten wir ein Fenster, das expandierenden Firmen sehr wichtige Ausblicke anbietet“, so Kalla. „Uns interessieren auch andere Anwendungen oder Einsatzgebiete, in denen heute noch andere Werkstoffe verwendet werden. Hier möchten wir dazulernen und dazu beitragen, mit unserem Gummi-Know-how Mehrwert zu schaffen – etwa im Bereich der Förderbänder für den Erztransport oder im wachsenden Konsumgütermarkt.“


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