• Verfasst am 11.08.2011 - Fakuma 2011
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DuPont
Halle B4
Stand 4201

DuPont: Elastomerdichtung trifft Thermoplast

Zur Fakuma fokussiert DuPont insbesondere auf zwei technologische Entwicklungen:

  • die Präsentation einer der ersten kommerziellen Anwendungen der lizenzierten 2K-Spritzgießtechnologie zur Herstellung dauerhafter Kunststoff-Elastomer-Verbindungen
  • die IMHP-Technologie (IMHP = In-Mold Hold Pressure), die darauf ausgelegt ist, die Zykluszeiten beim Spritzgießen zu verkürzen

Darüber hinaus will man neue Applikationen von biobasierten Kunststoffen, neue Entwicklungen für die Kabel- und Leitungsindustrie, die Lebensmittel-Industrie und die Medizintechnik sowie für weitere Branchen zeigen.

Highlight des Fakuma-Messeauftritts von DuPont ist eine der ersten kommerziellen Anwendungen der lizensierten 2K-Spritzgießtechnologie sein, bei der Elastomerdichtungen aus Vamac AEM (blau) dauerhaft mit Strukturteilen aus Zytel PA66 (schwarz) verbunden werden. (Foto: Dana)

Highlight des Fakuma-Messeauftritts von DuPont ist eine der ersten kommerziellen Anwendungen der lizensierten 2K-Spritzgießtechnologie sein, bei der Elastomerdichtungen aus Vamac AEM (blau) dauerhaft mit Strukturteilen aus Zytel PA66 (schwarz) verbunden werden. (Foto: Dana)

Direktes Anspritzen von Elastomerdichtungen an Thermoplastteile
DuPont ist nach eigenen Angaben der weltweit einzige Lizenznehmer für die Anwendung einer speziellen 2K-Spritzgießtechnologie zur Verarbeitung von Polyamid 6 und 66. Dieses Verfahren ermöglicht den Wegfall einzelner Verfahrensschritte bei der Herstellung von 2K-Bauteilen aus Elastomeren wie Vamac oder Viton mit Polyamiden wie Zytel.

Eine erste kommerzielle Anwendung im Automobilbereich ist die integrierte Dichtung eines Elektronik-Steckverbinders, den die Dana Corporation herstellt. Dabei wird – nach Aussage der Kooperationspartner weltweit erstmals – eine Dichtung aus Vamac ohne den vorherigen Einsatz eines Primers auf einen Träger aus Zytel aufgespritzt und dabei dauerhaft mit diesem verbunden. Diese Kombination soll eine langzeitige Hitze- und Ölbeständigkeit bieten und Leckagen verhindern.

IMHP - Mehr Produktivität durch kürzere Zykluszeiten
Mit der IMHP-Technologie verfolgt DuPont das Ziel, kürzere Zykluszeiten und dadurch Effizienzsteigerungen beim Spritzgießen zu erreichen, indem das Werkzeug den Nachdruck während der Dosierphase aufrechterhält. Versuche im European Technical Center von DuPont in Meyrin/Schweiz sollen gezeigt haben, dass diese neue Technologie – bei gleichzeitigem Erhalt optimaler mechanischer Eigenschaften und höchster Maßhaltigkeit – Zykluszeitverkürzungen um bis zu 30 % ermöglichen kann. Dabei ist die Anwendung der IMHP-Technologie auf teilkristalline Kunststoffe beschränkt, die einen gleichbleibend hohen Nachdruck erfordern. Die höchste Effizienz resultiert beim Spritzgießen dickwandiger, in hoher Stückzahl hergestellter Teile, bei denen das Dosiervolumen mehr als 50 % des Schneckenvolumens beansprucht.

Lösungen für mehr Nachhaltigkeit: Bio-Werkstoffe und Gewichtsreduktion
Alle Produkte des biobasierten DuPont Werkstoffportfolios –Sorona EP, Hytrel RS und die Familie der langkettigen Zytel RS Polyamide – basieren nach Unternehmensangaben zu mindestens 20 % auf erneuerbaren Rohstoffen. Dabei sollen sie die gleichen oder sogar bessere Eigenschaften als die vollständig auf Erdöl basierenden Werkstoffe bieten.

Ein weiteres Ziel der Entwicklungstätigkeit sind Gewichtseinsparungen. Eine Grundlage dafür ist die Substitution von Metallteilen durch leichtere Kunststoffkomponenten, z.B. unter der Motorhaube.

Branchenlösungen
Weitere Schwerpunkte von DuPont auf der Fakuma werden Anwendungen sein, die für die speziellen Anforderungen der Kabel- und Leitungs-, der Lebensmittelindustrie und der Medizintechnik maßgeschneidert sind. So bietet man z.B. mit ETPV ein halogenfrei flammgeschütztes TPV für Kabel und Leitungen und mit Vamac ein halogenfrei flammgeschütztes AEM für raucharme Kabelummantelungen und Isolierungen. Für Lebensmittel- und Medizintechnikanwendungen informiert DuPont über seine umfangreiche Reihe an Werkstoffen, die vielfältige Vorschriften und Normen, bspw. für den Lebensmittelkontakt, erfüllen.


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