- Verfasst am 11.08.2011 - Fakuma 2011
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Halle A7
Stand 7405
Desma Tec: Fokus auf Mikrospritzgießen
Speziell in der Medizintechnik, der Elektro- und Elektronikindustrie sowie in der Automobilindustrie geht man von einem steigenden Bedarf an Mikroformteilen aus Kunststoff, Keramiken und Metallen aus, z.B. Sensoren (Beschleunigungs- und Drucksensoren), Mikropumpen, Bauteile für Hörgeräte, mechanische Übertragungselemente (Zahnräder und Kupplungen) oder optische Linsen.
Um die hohen Anforderungen der technischen Mikroformteile zu erfüllen, müssen alle herkömmlichen als auch spezielle Kunststoffe auf einer Maschine verarbeitet werden können. In der Medizintechnik werden bspw. oft PP als vielseitiger Standardkunststoff und transparente Formmassen wie PC und PMMA verwendet. Es kommen aber auch technische Kunststoffe, wie POM, PA, und andere Hochtemperaturkunststoffe, wie LCP, PPS, PEEK oder PEI zum Einsatz.
Neue Trends in der Medizintechnik verlangen nach neuen Fertigungsmethoden und treiben damit auch die Mikrospritzgießtechnik voran. Diese Erkenntnisse lagen der Entwicklung der schussgewichtsoptimierten Mikrospritzgießanlage formicaPlast zugrunde.
Sie arbeitet mit einer Zweistufen-Kolbenspritzeinheit für alle Standardgranulate. Zur Vorplastifizierung wird ein 6 mm-Kolben und für den präzisen Einspritzvorgang ein 3 mm-Kolben verwendet. So können Schussgewichte von 10 – 200 mg genau dosiert werden.
Aus der Verkleinerung des Schussgewichts und der entsprechenden Angüsse leiten sich eine Reihe von Vorteilen ab. Der formgebende Konturbereich – und damit auch die Werkzeugeinsätze – wird kleiner, so dass das Werkzeug gut als Stammwerkzeug ausgeführt werden kann. Die Antriebskomponenten sind klein, dynamisch und präzise. Der servoelektrische Antrieb für die Einspritzbewegung erlaubt Spritzdrücke über 3000 bar und Einspritzgeschwindigkeiten bis zu 1000 mm/s. Die Baugruppen, die auf einer steifen, ebenen Maschinengrundplatte modular angeordnet sind, sind kompakt und gut zugänglich.
Eine Besonderheit ist die formicaPlast 2K, die auf der Basis des Umsetz-Indexverfahrens für die Herstellung von 2K Mikrokomponenten eingesetzt wird.
Das Verfahren stellt nach Firmenangaben eine Variante der Indextechnik mit rotierenden Werkzeugteilen und der Transfertechnik mit parallel zueinander angeordneten Maschinen dar. Die Spritzeinheiten werden nebeneinander aufgestellt, damit die Werkzeuge miteinander gekoppelt werden können. Die Werkzeugeinsätze werden nach dem Öffnen des Werkzeugblocks aus den Formplatten gehoben und danach mit einer 180°-Drehung innerhalb von 0.2 s in die neue Spritzposition gebracht. Ein ins Werkzeug integrierter Schwenkarm sorgt für Präzision beim Umsetzen.
Diese Verfahrensweise gleicht dem Index-Verfahren, das gleich mehrere Vorteile bei der Fertigung mehrkomponentiger Formteile bietet:
- die Möglichkeit zum Hinterspritzen der Formteile auf der drehenden Seite,
- damit verbunden eine große Variantenvielfalt und Designfreiheit,
- das gleichzeitige Spritzen des Vor- und Fertigspritzlings,
- infolgedessen kurze Zykluszeiten sowie
- die gute thermische Trennung der Werkzeugkavitäten des Vorspritzlings und des Fertigteils.
Desma wird darüber hinaus eine vollautomatisierte Produktionsanlage zur Herstellung von Automotive- Stoßdämpfern aus Polyurethan zeigen.
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