- Verfasst am 10.06.2009 - Personelles
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Bundesverdienstkreuz für Walter Michaeli
Er ist seit 1989 Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen. Michaeli hat neben den üblichen Lehrveranstaltungen ehrenamtlich weitere Ausbildungsmaßnahmen initiiert, die sich mit aktuellen und praxisrelevanten Fragestellungen der Wissenschaft und Wirtschaft auseinandersetzen.
Darüber hinaus engagiert er sich für zahlreiche Einrichtungen und Institutionen an der RWTH Aachen; so wurde er 1988 zum Geschäftsführer der „Vereinigung zur Förderung des Instituts für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen e.V.“ ernannt. Zudem ist er Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Fakultät für Maschinenwesen an der RWTH Aachen, Mitglied des Werkstoff-Forums und auch Mitglied des Forums Informatik an der RWTH Aachen.
Für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet seiner beruflichen Forschung wurde er im Jahre 1976 mit der Borchers-Medaille der RWTH Aachen geehrt. Im Jahre 2002 wurde er gemeinsam mit A. Brunswick und T. Jüntgen für die Erfindung der Wasserinjektionstechnik – eines Verfahrens zum Spritzgießen von Hohlkörpern aus Thermoplasten – mit dem Otto von Guericke-Preis der „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke e.V.“ (AiF) sowie dem VDI-Kunststoff-Innovationspreis 2002 ausgezeichnet.
Seit 1988 ist Professor Michaeli als ehrenamtlicher Gutachter für die Beurteilung von Anträgen bei dem „Programm zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung“ (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie tätig. Er setzt sich im Rahmen dieser Tätigkeit für den Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen zu praxisnahen Forschungsergebnissen ein. Des Weiteren wurde er aufgrund seiner international anerkannten herausragenden Leistungen als Wissenschaftler im Jahre 1994 zum ordentlichen Mitglied der Technikwissenschaftlichen Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Von 1997 bis zum Jahr 2006 gehörte er der Jury des Deutschen Zukunftspreises an, der vom Bundespräsidenten verliehen wird. Von 2002 bis zum Jahr 2006 war er ehrenamtlicher Vorsitzender dieser Jury. Sein persönlicher Einsatz bei dem Auswahlverfahren und den Vorbereitungen der Preisvergabe ging über das übliche Maß weit hinaus. Außerdem ist es seinem kompromisslosen Qualitätsanspruch und seinem beharrlichen Prüfungsaufwand zu verdanken, dass der Preis in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich an Bedeutung gewonnen hat.
Seit Anfang 2004 ist Walter Michaeli Vorsitzender des Vorstandes des Wissenschaftlichen Rates der „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF)“ und deren Präsidiumsmitglied. Hier setzt er sich für den branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch der beteiligten Wissenschaftler und Forschungsstellen und die Koordinierung auf dem Gebiet der industriellen Forschung zu Gunsten der Wissenschaft und kleiner und mittlerer Unternehmen ein. Auch werden unter seinem Vorsitz Vorschläge zur Sicherung der Qualität der Forschung und zur Förderung des Wissenschafts- und Technologietransfers erarbeitet. Seit 1988 gehört er dem Wissenschaftlichen Rat der Arbeitsgemeinschaft an und leitete viele Jahre die Gutachtergruppe Werkstoffe.
Weiter ist Professor Michaeli Fachgutachter bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie Mitglied im Fachkollegium Produktionstechnik/Kunststofftechnik.
Zahlreiche weitere Ehrenämter und Mitgliedschaften runden sein Engagement ab. Dazu gehören seine Mitwirkung im Vorstand der Fachgesellschaft Werkstofftechnik des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) als auch seine Mitgliedschaft in der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Seit 2006 ist Michaeli zudem ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Darüber hinaus wirkt Michaeli als Mitglied des Kuratoriums der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin.
Im Rahmen der Wiedervereinigung begleitete er 15 Jahre lang das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden in vielen ehrenamtlichen Funktionen. Hier war er viele Jahre Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates.
Als Institutsleiter eines Deutschen Handwerksinstitut (DHI) engagiert sich Professor Michaeli zudem seit über 20 Jahren für die berufliche Ausbildung der Handwerksbranche. Bundesweit werden an 40 vom IKV betreuten Berufsbildungseinrichtungen jährlich über 20.000 Handwerker im Bereich der Kunststoffverarbeitung nach einem vom IKV entwickelten System ausgebildet.
Über das IKV
Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen ist eines der größten Institute auf diesem Forschungsgebiet. Mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten hier und beantworten Fragestellungen, die sich bei der Verarbeitung der vielfältigen Kunststoffe ergeben. Die sehr guten Kontakte zur Industrie und die exzellente Ausstattung des IKV ermöglichen den Studierenden eine praxisnahe und umfassende Ausbildung. Die Aachener Kunststofftechniker sind deshalb begehrte Spezialisten in der Industrie. Etwa 50 Prozent der deutschen Kunststoffingenieure mit Universitätsabschluss wurden am IKV ausgebildet. Das IKV gliedert sich organisatorisch in die vier Fachabteilungen Spritzgießen und PUR, Extrusion und Weiterverarbeitung, Formteilauslegung und Werkstofftechnik sowie Faserverstärkte Kunststoffe. Ferner gehören zum Institut das Zentrum für Kunststoffanalyse und -prüfung (KAP) und die Abteilung Ausbildung/Handwerk. Träger ist eine Fördervereinigung, der heute über 250 Unternehmen aus der Kunststoffbranche weltweit angehören. Die Mitglieder dieser Fördervereinigung nutzen die Zusammenarbeit mit dem Institut, um so zu einem besonders frühen Zeitpunkt von Neuentwicklungen profitieren zu können. Leiter des Instituts und Geschäftsführer der Fördervereinigung ist Univ. Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Walter Michaeli. Er ist gleichzeitig Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung innerhalb der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen.
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