• Verfasst am 05.07.2011 - Technik
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Neue Windkraftanlagen mit Rotorblättern aus Polyurethan

Die Rotorblätter der neuen Windkraftanlagen bestehen aus einem Integralschaum auf Basis des PU-Systems Baydur von BMS.

Die Rotorblätter der neuen Windkraftanlagen bestehen aus einem Integralschaum auf Basis des PU-Systems Baydur von BMS.

Die spanische Firma Kliux Energies – Geólica Innovations SL hat eine neue Technologie zur Windenergienutzung entwickelt. Sie basiert auf speziellen Rotoren, die senkrecht montiert werden und dadurch immer dem Wind zugewandt sind.

Die Kliux-Windgeneratoren können im Prinzip an jedem Ort aufgestellt werden, um Elektrizität für den lokalen Verbrauch zu erzeugen. Für die Rotorblätter erwies sich ein Integralschaum auf Basis des Polyurethansystems Baydur von Bayer MaterialScience als Material der Wahl, denn es erfüllt die hohen Anforderungen an die Festigkeit und Leichtgewichtigkeit sehr gut. Die Rotorblätter werden von der Firma Policam in Barcelona hergestellt.

Die neuen Windgeneratoren arbeiten sehr effizient. Bereits ab einer Windgeschwindigkeit von 4 m/s erzeugen sie elektrischen Strom. Dieser kann entweder bis zur Nutzung in Batterien gespeichert oder direkt in ein vorhandenes Stromnetz eingespeist werden. Die Nennleistung beträgt 4 kW. Damit deckt eine solche Anlage den durchschnittlichen Stromverbrauch eines Einfamilienhauses ab.

„Die einzigartige aerodynamische Form des Rotors sorgt für eine gleichmäßige Rotation und kontinuierliche Energieerzeugung auch bei veränderlichen oder starken Winden“, sagt Iñaki Eguizábal, Gründer und Präsident von Kliux Energies – Geólica Innovations. Neben der Entwicklung und Patentierung des Rotors hat das Unternehmen dessen Leistungsfähigkeit in Windkanalversuchen und durch Computer-Simulationen unter Beweis gestellt. Einschließlich Mast sind die Windgeneratoren 9 m hoch.

Das Rioja-Gebiet um Logroño, dem Firmensitz von Kliux Energies, bietet sich für die Installation der Windgeneratoren an, denn sie gilt als eine der windigsten Regionen des Landes. Im Sommer 2010 wurde dort die erste Pilotanlage installiert und seitdem erfolgreich betrieben. Eine weitere Pilotanlage befindet sich am Standort Tarragona von BMS und dient dort zu Test- und Präsentationszwecken.

Zurzeit arbeitet Kliux Energies an einer Miniaturausführung des Windgenerators mit nur 50 cm Höhe. Als portable Lösung ist sie für Boote, Wohnwagen und Campingplätze, aber auch für die nachhaltige Beleuchtung im öffentlichen Raum gedacht.

Vor allem in zwei Bereichen verzeichnet die Produktion und Installation kleiner Windkraftanlagen zurzeit zweistellige Wachstumsraten: In den entwickelten Ländern tragen sie zum Aufbau eines intelligenten Stromnetzes (smart grid) mit dezentralisierter Energieerzeugung bei. In Entwicklungs- und Schwellenländern hingegen werden sie bevorzugt in Regionen ohne Elektrizitätsversorgung sowie als Ersatz für kleine Kraftwerke eingesetzt.


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