• Verfasst am 25.04.2014 - Technik
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Inline-Qualitätskontrolle für die Produktion schwarzer Kautschukmischungen

Mit Rhenowave stellt die Rhein Chemie Rheinau GmbH ein in der Kautschukverarbeitung neues Konzept zur Kontrolle der Qualität von Kautschukmischungen vor. Die Mischungen werden während einer Extrusion, bspw. beim Strainern oder zur Formgebung, mit Hilfe von Ultraschallwellen im Puls-Transmissionsverfahren analysiert.

Laut Rhein Chemie besitzen nanoskalige Füllstoffe wie Ruß und Kieselsäure ein besonders hohes Dämpfungsvermögen für Schallwellen im Bereich von 1 – 20 MHz. Dadurch kann der Füllstoffanteil mit einer Genauigkeit von bis zu 1 phr ermittelt werden.

Im Unterschied zu vielen anderen Analyseverfahren, die elektromagnetische Wellen verwenden, störe der Ruß hier nicht, so das Unternehmen. Es können daher auch schwarze Mischungen volumetrisch untersucht werden.

Aufgrund der Streuung des Schalls lassen sich auch große Inhomogenitäten wie bspw. nicht dispergierte Füllstoffagglomerate (> 10 µm), ermitteln. Unter Verwendung eines Markers mit hoher Dichte, z. B. Zinkoxid, kann zudem die Verteilung von Rhenogran AP kontrolliert werden. Rhenogran AP sind kundenspezifische Additivpakete aus Kautschukadditiven – polymergebunden, staubfrei und leicht dispergierbar.

Nach Austritt der Mischung aus dem Extruder wird in wenigen Sekunden eine Bewertung der Mischungsqualität durchgeführt (Inline-Kontrolle). Bei Verwendung der Array-Technik kann bis zu 100 % der Mischung analysiert werden. Kleine Bereiche ungenügender Mischungsqualität werden sofort und nicht erst im Produkt erkannt.

Die Methode sei repräsentativ, so heißt es. Aufgrund spezieller Ultraschall-Sensoren lassen sich Sensorabstände, abhängig vom Compound und der Mischungstemperatur T > 100 °C von 5 mm bis maximal 30 mm realisieren. Das bedeutet, dass sich Rhenowave im Produktionsmaßstab von 1 000 kg/h verwenden lässt. Rhenowave ist absolut zerstörungsfrei.


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