GAK - Gummi Fasern Kunststoffe

Editorial
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Gedanken

Wir leben wirklich in einer sehr besonderen Zeit. Wir erleben, wie zerbrechlich so vieles ist, was wir bisher für sicher hielten. Uns wird bewusst, wie fragil unser Leben ist. Eigentlich war es das schon vor Corona – wir hatten nur immer genügend Ablenkung, um nicht genau hinzusehen. Der Wert und die Wichtigkeit von bisher gedachten Selbstverständlichkeiten wird deutlich: ins Büro fahren, Messen und Konferenzen besuchen, Freunde treffen, zum Sport gehen, geliebte Menschen umarmen, ...

Es ist eine Zeit, in der viele gegensätzliche Gefühle in uns aufkommen. Da sind die Angst um die eigene Gesundheit und die von geliebten Menschen, die Sorgen um die finanzielle und berufliche Existenz, die Unsicherheit, was denn nun der richtige Weg ist, und wie es weitergeht. Aber es gibt auch das Vertrauen in uns, die Liebe zum Leben, die Freude über die „kleinen“ Dinge und die Zuversicht, dass alles einen Sinn hat und alles gut wird.

Jeder entscheidet, wohin er seine Aufmerksamkeit und Energie lenkt: zur Angst, in Verbindung mit Gier, Neid, Egoismus und Missgunst oder zur Zuversicht, verknüpft mit Verantwortungsgefühl, Vertrauen, Gemeinsamkeit und Liebe.

Es ist eine VERRÜCKTE Zeit – oder vielleicht ist es auch eine Zeit des GERADERÜCKENS und des Einstehens für das, was uns wirklich wichtig ist.

Es ist eine Zeit, in der jeder entscheiden muss, welchen Weg er gehen will…

Ich für meinen Teil verspüre eine große Dankbarkeit für alles was mir bisher geschenkt wurde. Dankbarkeit, für alle Begegnungen in meinem Leben, Dankbarkeit für die Chancen, die ich immer wieder ergreifen durfte, auch Dankbarkeit, diese Zeit miterleben zu dürfen.

Das Team der Dr. Gupta Verlags GmbH ist auch weiterhin für Sie da. Wir arbeiten in dieser Zeit daran, dass Altbewährtes erhalten bleibt und Neues entstehen und wachsen darf.

Bleiben Sie uns treu.

Aber vor allem … BLEIBEN SIE GESUND UND POSITIV!

Herzliche Grüße
Indira Gupta

Report
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Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Automobilmärkte – Szenarien für die Kernmärkte Europa, China und USA

Das Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach untersucht seit dem Jahr 2004 die Performance der globalen Automobilhersteller. Auf Basis von Geschäftsberichten, von Markt- und Innovationskennzahlen werden die finanziellen und marktbasierten Leistungsstärken der Automobilhersteller analysiert und in den regelmäßig erscheinenden AutomotivePerformance Reports veröffentlicht. Der nachfolgende Bericht präsentiert einige Kernaussagen der aktuellen Branchenstudie „AutomotivePerformance Report 2020“ des CAM.

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Corona-Krise trifft Kautschukindustrie in schwieriger Phase

In einer Videokonferenz hat der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) am 28. April 2020 einen Einblick in die aktuelle Lage der Kautschukindustrie gegeben. Die Corona-Krise erwischt die deutsche Kautschukindustrie in einer schwierigen Phase. Schon in der zweiten Jahreshälfte 2019 hatten die Umsätze in der gesamten Breite des Produktportfolios nachgegeben.

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GKV fordert Entlastungen für mittelständische Industriebetriebe

Nach Angaben des Gesamtverbands Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) sind viele Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Deutschland hart getroffen. Zwar bestehe aktuell u. a. eine verstärkte Nachfrage nach Lebensmittelverpackungen und Kunststoffprodukten für die medizinische Hygiene, die überwiegende Mehrzahl der Betriebe leide gleichwohl unter einem abrupten und in diesem Ausmaß in keiner Weise vorhersehbaren Rückgang ihrer Umsätze.

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Studie zur Autofertigung in Deutschland

Wie die puls Marktforschung GmbH berichtet, führt die Corona-Krise die Unsicherheiten und Gefahren drastisch vor Augen, die in der Globalisierung der Lieferketten in der Automobilindustrie stecken. Ein Weg zur Sicherstellung einer stabilen Wertschöpfung sei die Intensivierung bzw. Rückholung der Automobilfertigung nach Deutschland als wirtschaftlich und politisch stabiles Land.

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Ein guter Riecher für die Arbeitssicherheit – Kontinuierliche Emissionsmessung am Extruder

Das Kunststoff-Zentrum SKZ und die Universität des Saarlandes haben ein neues Forschungsprojekt zur kontinuierlichen Emissionsmessung bei der Kunststoffaufbereitung und im Recyclingprozess gestartet. Mittels eines zu entwickelnden Sensorsystems sollen entstehende flüchtige Bestandteile an der Anlage detektiert und der Arbeitsschutz entsprechend erhöht werden.

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Verbindung von Wissenschaft und Anwendungstechnik – Das Elastomer Competence Center

Als Zusammenschluss des Bereichs „Elastomer Technology and Engineering“ der Universität Twente in Enschede und des Polymer Science Park in Zwolle verbindet das 2019 in den Niederlanden gegründete Elastomer Competence Center Wissenschaft und Anwendungstechnik in der Kautschuk- und Thermoplasttechnologie und stellt seine Ressourcen Rohstoffherstellern, Verarbeitern und Anwendern in Projekten zur Verfügung.

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Antimikrobiell, individuell und recycelbar? – SKZ präsentiert Entwicklungen im Bereich Medizintechnik

Am 11. Dezember 2019 wurde die Fachtagung „Kunststoffe in der Medizintechnik: Materialien, Anwendung und Verarbeitung“ vom Forum MedTech Pharma e. V. in Weißenburg veranstaltet. Kunststoffe zählen zu den am meisten verwendeten Materialien in der Medizin. Insbesondere die Thermoplaste kommen aufgrund ihrer Vielseitigkeit und guten Verarbeitungsmöglichkeiten besonders häufig zum Einsatz, bspw. für Infusionsbeutel, Beatmungsschläuche, Spritzen, Orthesen, Prothesen und Hörgeräte. Aber auch glasfaserverstärkte Kunststoffe, Biokunststoffe und Silicone finden vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

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Von der 7. Wildauer Duromer-Tagung

Im zweijährlichen Rhythmus veranstaltet das Institut für Material, Entwicklung und Produktion (iMEP) der Technischen Hochschul Wildau gemeinsam mit dem Kunststoff-Verbund Brandenburg/Berlin (KuVBB e. V.) die Fachtagung zu hochfesten Kunststoffen in der ingenieurtechnischen Anwendung. Die siebte Duromer-Tagung fand am 11. März 2020 in Wildau statt.

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Trauer um Dr. Rüdiger Baunemann

Am 17. April 2020 ist Dr. Rüdiger Baunemann, Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland e. V., sowie Regional Director Central Europe und Mitglied des Leadership Teams von PlasticsEurope in Brüssel, plötzlich und unerwartet in seinem Heimatort Leun verstorben. Er wurde 58 Jahre alt. Mit dem Tod von Dr. Rüdiger Baunemann verliert die Kunststoffbranche eine Leitfigur mit großer Gestaltungskraft, einen Neuerer und Wegbereiter, der sich sowohl auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene dafür engagiert hat, dass der Kunststoffindustrie die angemessene Bedeutung zukommt.

Article
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Magneto-adaptive Funktionsbauteile aus faserverstärkten Elastomerverbunden

Magneto-adaptive Elastomerkomposite sind völlig neue Materialien, die zugleich eine magnetisch induzierte Steifigkeitsänderung (durch den magnetorheologischen Effekt) und eine elektrisch schaltbare Formänderbarkeit (durch strukturintegrierte Formgedächtnislegierungs-Aktoren) aufweisen. Die erforderlichen Materialien und die notwendigen Prozessschritte zur Herstellung derartiger Elastomerverbunde werden nachfolgend vorgestellt. Insbesondere die textiltechnische Einarbeitung der FGL-Aktoren in die Elastomermatrix und die anforderungsgerechte Einstellung der Faser-Matrix-Haftung zur Sicherstellung der Integrität des Textil-Elastomer-Verbundes sind dabei große Herausforderungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die magnetisch schaltbare Steifigkeitsänderung durch die integrierten Textilträger nur geringfügig eingeschränkt wird und dass die Deformation der Textil-Elastomer-Verbunde durch die FGL-Drähte möglich ist. Anhand eines Funktionsdemonstrators, der beide Mechanismen dieses neuartigen Smart Material-Ansatzes verbindet, wird das Leistungspotenzial magneto-adaptiver Elastomerkomposite an einem praxisnahen Beispiel gezeigt.


Magneto-adaptive elastomer composites are completely new materials that exhibit both a magnetically induced change in stiffness, due to incorporated magnetic fillers, and an electrically switchable formability, due to structure-integrated shape memory alloy (SMA) actuators. In this paper, materials and methods are introduced for the manufacturing of magneto-adaptive elastomer composites according to specific requirements. Experiments confirming the functionality of the new material are presented as well. Major challenges are posed by the integration of SMA actuators into an elastomer matrix by means of textile technologies as well as the specific design of adhesion between fibers and elastomer matrix using appropriate surface treatment technologies. The results show that the magnetic switchability of the material’s stiffness is not restricted by the incorporated reinforcement fabrics. More­over, deformation of the fiber reinforced elastomer composites due to SMA wires is achievable. Finally, a functional demonstrator that combines both mechanisms of this novel smart material approach is realized and tested.

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Ein neues Software-Verfahren zur Optimierung von Schwefelvulkanisationssystemen

Ziel dieser Arbeit war es, einen Softwareansatz zu finden, mit dem sich Schwefelvulkanisationssysteme effizient optimieren lassen. Zu diesem Zweck wurden aus Naturkautschuk (NR) bei Raumtemperatur Compounds mit verschiedenen Anteilen an elementarem Schwefel hergestellt. Aus Zinkoxid wurde durch Beschichtung mit einem organischen Beschleuniger ein Einkomponentenadditiv hergestellt. Dann wurde der Einfluss einer zunehmenden Menge dieses Additivs auf die Vulkanisationseigenschaften der schwefelgefüllten Compounds bei hoher Temperatur bestimmt. Mithilfe eines JavaScript-Programms wurden die Ergebnisse der Vulkanisationsversuche verarbeitet, um eine effiziente Methode zur Optimierung des Schwefelvulkanisationssystems zu entwickeln. Der Nutzer erhält als Ergebnis alle wichtigen Informationen, wie Anvulkanisationszeit, optimale Vulkanisationszeit, Vulkanisationsgeschwindigkeit, Änderung des Vernetzungsgrades, sowie den Bedarf an Vernetzungsadditiven in Abhängigkeit von der Schwefelmenge. Auf diese Weise können zahlreiche Versuche zur Bestimmung der idealen Compoundzusammensetzung für optimale Vulkanisationseigenschaften eingespart werden.


The goal of this study was to find a software approach that would make the optimization of the vulcanization system more efficient. For this purpose, a natural rubber (NR) was mixed with different amounts of elemental sulfur at ambient temperature to produce rubber compounds. Zinc oxide was treated with an organic accelerator to produce a convenient single material component to use as additive. The effect of an increasing loading of the surface modified zinc oxide on the cure properties of the sulfur-filled rubber compounds was subsequently measured at a high temperature in a curemeter. Using a JavaScript programme, the cure test results were processed to develop a highly efficient method for optimizing sulfur cure systems for rubber. All the essential information such as scorch and optimum cure times, rate of cure, crosslink density changes in the rubber, and chemical curatives requirement at a given loading of sulfur were subsequently provided for the user. This method removes the need to mix and test the raw rubber with chemical curatives repeatedly to find a compound with ideal cure properties for industrial applications.

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Vergleich von verschiedenen Methoden zur Bestimmung der Füllstoffdispersion in Kautschukcompounds

In dieser Veröffentlichung werden drei verschiedene Methoden zu Bestimmung der Füllstoffdispersion in Kautschukcompounds beschrieben: der Phillips Dispersionstest, Bestimmung mit dem Dispergrader und der nSpec 3D Topographie-Scan. Dabei werden auch die physikalischen Eigenschaften der Compounds wie Zugfestigkeit, Bruchdehnung, 100 %-Modul und Reißfestigkeit verglichen. Für die Untersuchung wird ein einfacher SBR-Compound verwendet und die Wirkung von fünf verschiedenen Füllstoffen, drei Rußen (N234, N330, N774) und zwei Silica-Füllstoffen (HiSil 190G und Zeosil 200 MP) untersucht und bewertet. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden zur Bestimmung der Füllstoffdispersion werden diskutiert.


This paper will discuss the use of three techniques used to measure dispersion of fillers in rubber compounds. The three methods analyzed and compared in this study include: Phillips Dispersion test, Dispergrader test, and nSpec 3D topography scan. Physical properties of the compounds such as tensile strength, elongation at break, 100 % modulus, and tear strength, will also be compared. A simple SBR compound was selected for this study and five different fillers were evaluated. The fillers that were evaluated included three grades of carbon black (N234, N330, and N774) and two grades of silica (HiSil 190G and Zeosil 200 MP). This paper will also briefly discuss the advantages and disadvantages of the three different dispersion measurement techniques.

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